das baugerüst 1/13 Bilder von Jugendlichen

 

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das neue baugerüst

Liebe Leserin, liebe Leser,

im vergangenen Jahr fragten wir Sie, ob die inhaltliche  Konzeption der Zeitschrift mit Hintergrundinformationen, theologischen Reflexionen, Gesprächen und Praxisberichten so bleiben kann, wie das Layout ankommt und wie Sie die Zeitschrift gerne hätten.

Es gab viel Zustimmung zum Konzept und einige Vorschläge zur Gestaltung. Kurz gesagt: Die Aufmachung könnte durchaus etwas peppiger werden. (Ein Leser schrieb: Hinter dem Layout aus den 70er Jahren vermutet man auf den ersten Blick nicht die Schätze, die in den Heften stecken.)

Wir haben uns Ihre Meinung und Ihre Wünsche zu Herzen genommen und an der Aufmachung der Zeitschrift gearbeitet.  Das Ergebnis halten Sie nun in den Händen. das baugerüst ist gewachsen, von etwas mehr als DIN A5 auf etwas weniger als DIN A4. Art Size heißt das neue Format, das einen dreispaltigen Satz im Layout ermöglicht. Die Seitenzahl wurde etwas reduziert, die Textmenge bleibt jedoch die gleiche. Die Artikel sollen zukünftig nicht länger als vier Seiten umfassen, auch ein Ergebnis der Umfrage, dem wir gerne nachkommen. Als Textschrift wurde die Garamond von der Rotis abgelöst, auch ist das Schriftbild ein wenig größer gesetzt.  Für Überschriften, Randspalten etc. haben wir uns für die Myriad entschieden, eine serifenlose Schrift.
Und Farbe kommt ins baugerüst. Schwarz-weiß hat zwar auch seinen Reiz, aber die Welt ist nun einmal bunt - und so soll die Zeitschrift auch zukünftig wahrgenommen werden. Dezent farbig, nicht kunterbunt. Neben schwarz gibt es nur zwei weitere Farben für die Schrift. Farbige Bilder gestalten und ergänzen die Artikel.

Wobei wir beim Kern der Zeitschrift wären: dem Inhalt und den Artikeln. Die Mischung stimmt, bescheinigte die Leserumfrage. Die Einteilung in die gewohnten Rubriken wird so beibehalten, bei der Auswahl der Autorinnen und Autoren bemüht sich die Redaktion weiterhin um die bekannte Kompetenz. Mehr Schreiberinnen für das baugerüst zu gewinnen ist auch unser Anliegen.

Bei der Auswahl der Heftthemen haben wir erfahren, dass neben den konzeptionellen Heften Themen wie „Stille“, „Zeit“ oder „Elemente“ bei Ihnen am besten ankommen. Im Jahrgang 2013 steigen wir deshalb mit zwei konzeptionellen Heften ein. Auf „Bilder von Jugendlichen“ wird ein Heft zu den Angeboten der Jugendarbeit folgen. „Frieden“ und „Das Kreuz mit dem Kreuz“ ergänzen den Jahrgang.

Herausgeber bleiben neben dem Verein zur Förderung evangelischer Jugendarbeit die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej) und das Amt für Jugendarbeit der Evang.-Luth. Kirche in Bayern.

Wenn das baugerüst im 65. Jahrgang sein Aussehen verändert um den heutigen Lesegewohnheiten gerechter zu werden, dann bleibt aber das wichtigste Anliegen der Zeitschrift, fundierte Beiträge, spannende Auseinandersetzungen und reflektierte Praxis zu liefern - nur eben etwas peppiger aufgemacht.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen - im Namen aller Mitherausgeber und der Redaktion - Lesefreude und spannende Erkenntnisse

Ihr
Gerd Bauer

Herausgeber

PS. Die Zeitschrift wird auch weiterhin in gedruckter Form erscheinen, begleitet von Internetauftritt und pdf-Format (auch ein Wunsch aus der Befragung). Das bedeutet natürlich, dass wir verkaufen müssen und auf Abonnenten angewiesen sind. Darum bitte ich Sie sehr herzlich, werben Sie für das baugerüst. Machen Sie die Zeitschrift in Jugendarbeit und Kirche, in Tagungsstätten und Hochschulen bekannt. Gerne senden wir kostenlose Probeexemplare zu. Schreiben Sie uns oder besuchen Sie uns unter www.baugeruest.ejb.de
Herzlichen Dank!

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Inhalt

  • hintergrund
    Thomas Gensicke: Sisyphos gegen Klischeeproduktionen
    Warum es lohnend ist, sich mit Jugendstudien zu befassen

    Markus Mürle: Standortbestimmung
    Religiosität in Jugendstudien

    Claus Tully und Benjamin Fillisch: Shoppen
    Konsumverhalten im Jugendalltag

    Netzaktivitäten: Jugend im Netz
    Ergebnisse der JIM-Studie zum
    Medienverhalten Jugendlicher

    Katia Schwichtenberg: Tschüss World Wide Web
    Eine Woche Steinzeit – ein Selbstversuch

    Bernd Wildermuth: Familie - finde ich gut!
    Jugendliche und Familienbilder
       
    Gottfried Müller: Kopfbilder
    Wie entstehen Bilder von Jugendlichen in den Köpfen der Kirchenleitung?

  • gespräch
    Skater, Punks und HipHopper
    Ein Gespräch über Jugendkulturen mit Klaus Farin

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Wolfgang Noack: Die Jugendlichen ....

Einführung in das Heft

„Die ....“ - wird dieser Artikel mit der ausreichenden Betonung einer Gruppe von Menschen vorangestellt, führt es meist zu einer pauschalisierenden Zuschreibung. „Die Arbeitslosen“, „die Lehrer“, „die Politiker“. Und eben auch die „Jugendlichen“. Die Bildzeitung schreibt so, der kleine Mann auf der Straße spricht so und Sokrates klagte 400 v. Chr.: „Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor älteren Leuten .....“.
Jede und jeder bemüht seine kleine private Statistik und kommt zu Ergebnissen, die mit der Wirklichkeit nur bedingt übereinstimmen. Werden diese Beobachtungen dann noch medial begleitet und aufgewertet können, daraus schnell Vorurteile entstehen, die hartnäckig sind wie ein Husten in der kalten Jahreszeit.
„Einstellung“, so lässt sich im Wörterbuch zur Psychologie nachlesen, sind „relativ überdauernde, durch Umwelteinflüsse und Erfahrungen geprägte, mehr oder weniger verfestigte Systeme von Anschauungen, Meinungen und Überzeugungen.“

In einem Sketch des Kabarettisten Gerhard Polt bezeichnet der Junge trotz verzweifelter Aufklärungsversuche den „Osterhasen“ weiterhin penetrant als „Nikolausi“. Irgendwann wird es Polt zu viel und er explodiert: „Wenn einer sich einmal förmlich in einen Gedanken verrennt, dann ist er ja wie vernagelt“.

Auch Bilder von Jugendlichen halten sich hartnäckig in der Öffentlichkeit. Man nehme zwei aus dem Ruder gelaufene Einladungen über Facebook zu einer privaten Geburtstagsfeier,  untermauere das Ganze mit Beobachtungen nach Schulschluss in der U-Bahn einer beliebigen Großstadt und füge die Polizeimeldungen vom letzten Wochenende hinzu und schon bestehen gute Chancen, sich in einen Gedanken zu verrennen. Natürlich ist weder an der Facebook-Party noch an dem Verhalten in öffentlichen Verkehrsmitteln oder an dem Alkoholkonsum einzelner Jugendlicher etwas erfunden - nur, hier wird lediglich ein Bild oder ein kleiner Ausschnitt gezeichnet. „Heute landet jede 14-Jährige, die betrunken aufgefunden wird in der Abendschau“ sagt Klaus Farin, der Gründer des Archivs der Jugendkulturen in dem baugerüst-Gespräch. „Obwohl“, so Farin weiter, „Polizei und Drogenbeauftragte einhellig feststellen, dass Rauschtrinken bei Jugendlichen nicht zu-, sondern abgenommen hat“.

Nun wurde schon immer versucht, die Jugend auf ein kurzes knackiges Bild zu reduzieren: die rebellierenden Jugendlichen der 60er Jahre, die Null-Bock-Generation der 90er Jahre, die Generation Golf oder die pragmatischen Jugendlichen der Generation Praktikum. Alle Zuschreibungen taugen eher für reißerische Magazinüberschriften als für die Beschreibung der zukünftigen Generation. Auch der vielzitierte Satz: Jugendliche sind jung und ansonsten unterschiedlich ist genauso richtig wie er nicht weiter hilft. Wer professionell mit Kindern und Jugendlichen zu tun hat, muss die gesellschaftliche Folie verstehen, auf der sie aufwachsen. Martina Gille vom Deutschen Jugendinstitut schreibt in der Ausgabe 3/12 von DJI Impulse: Junge Menschen werden „zum Planungsbüro ihrer eigenen Biografie und Lebensführung“. Und weiter: „Es besteht die Gefahr, dass die Jugendphase immer mehr an den Bedingungen von Markt und Wettbewerb gemessen wird. Jugendliche sollen in möglichst kurzen Bildungsgängen wie etwa dem achtjährigen Gymnasium oder Bachelor-Studiengängen ihre Qualifikation erwerben“. Der Pädagoge Wilhelm Heitmeyer spricht von einer „Vernichtung der Jugendphase“.
Auf der einen Seite werden Kinder und Jugendliche mit Erwartungen überschüttet - jeder Pisa-Untersuchung folgt eine Fülle von Reformvorschlägen, jeder Wirtschaftsverband untersucht akribisch die Einstellungen der jungen Generation - auf der anderen Seite werden in der Öffentlichkeit Bilder produziert die signalisieren: „Mit dieser Jugend geht alles den Bach herunter“. Aber vielleicht sagen ja die Vorstellungen, die eine Gesellschaft von ihrer Jugend hat, mehr über die Gesellschaft selber aus als über die Jugendlichen.

Der Kinder- und Jugendarbeit - oder der außerschulischen Jugendbildung - fallen in diesem Zusammenhang zwei Aufgaben zu. Einmal gilt es, dem öffentlichen und nicht selten oberflächlichen Bild von Jugendlichen andere Erfahrungen entgegen zu setzen. Und zweitens: Wenn die Aussage von Heitmeyer über die Vernichtung der Jugendphase stimmt - woran kein Zweifel besteht - muss viel stärker in den Blick genommen werden, wohin eine Gesellschaft sich entwickelt, die sehr eingeschränkte Erwartungen an die nächste Generation hat. Die Kinder- und Jugendarbeit hatte immer Themen auf ihrer Agenda, die dem Gemeinwesen - und übrigens auch der Kirche - in den letzten Jahrzehnten sehr gut getan haben: ehrenamtliches Engagement, Partizipation, kritisches Urteilsvermögen, Engagement. Hinzu kamen: Erfahrungen in Gruppen, Diskursfähigkeit, Spiritualität und und und.

Diese baugerüst-Ausgabe nimmt die vielfältigen Bilder von Jugendlichen auf, sortiert sie nach Themenfeldern, um sie für die Konzeptionsbildung in der Arbeit mit dieser Zielgruppe nutzbar zu machen. Familienbilder, Religiosität, Konsum- und Netzverhalten kommen genauso zur Sprache wie Engagement und politische Einstellungen. „Sisyphos gegen Klischeeproduktionen“ ist der Beitrag über die Jugendstudien überschrieben. Wobei wir wieder bei der Warnung vor der Zuschreibung „Die ...“ wären.

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Christian Lüders: Zwischen Monsterkids und Ich-AG

Jugendbilder heute

1995 veröffentlichte Benno Hafeneger ein leider längst vergriffenes Büchlein mit dem informativen Titel: „Jugendbilder: Zwischen Hoffnung, Kontrolle, Erziehung und Dialog“. Dieses Buch vor Augen liegt es nahe, der Frage nachzugehen, wie knapp 20 Jahre später die leitenden Begriffe lauten würden. Kontrolle spielt noch immer eine Rolle, statt Erziehung würde man vermutlich auf Bildung setzen und von der Hoffnung und dem Dialog dürfte Pragmatismus übrig geblieben sein.

Kontinuität kann zunächst die öffentliche und mediale Aufmerksamkeit gegenüber Problemgruppen Jugendlicher jeglicher Couleur beanspruchen. Vor allem waren es die Gewalttaten Einzelner, die schnell tausendfach medial aufbereitet Horrorszenarien an die Wand malten und Sicherheitsängste schürten. Magazintitel wie „Monsterkids“ „Exempel des Bösen“ u. ä. taten ihr Übriges und provozierten immer wieder Debatten über mehr Kontrolle und Repression. Die Einführung des so genannten Warnschuss-arrestes und der erkennbare Ausbau deliquenzpräventiver Strategien sind nur zwei Folgen dieser Diskurse. Da half es wenig, dass wiederholt deutlich gemacht wurde, dass es sich vor allem bei den überregional bekannt gewordenen Fällen nahezu ausschließlich um Einzelfälle handelte. Größere Berechtigung, hinter einzelnen Straftaten und Vorfällen ein gesellschaftliches Problem zu sehen, lieferten allerdings die zahlreichen Überfälle und Vorkommnisse rechtsextremistisch orientierter junger Menschen. Glatze tragende Jugendliche in Springerstiefeln sind deshalb schon längst ein eindeutiges Symbol – obwohl die rechtsextreme Szene damit nur unzureichend markiert wird.

Der Vorschlag, Bildung als eine dominierende Perspektive auf Jugend zu begreifen, verdankt sich der Diskussion nach der ersten PISA-Studie. Nicht immer explizit, aber implizit werden seitdem Jugendliche zunehmend als – institutionell formuliert – Schülerinnen und Schüler bzw. Auszubildende, gegenständlich formuliert als Objekte von Lern- und Bildungsanstrengungen thematisiert. Der Blick richtete sich dabei einerseits auf die so genannten Risikogruppen, also jene ca. 20 Prozent der Altersgruppe, die mit nahezu in jeder Hinsicht unzureichenden Kompetenzen die Schule verlassen. Daneben wurde aber immer wieder auch das Thema der vermeintlich unzureichenden Schulleistungen im internationalen und nationalen Vergleich auf die Tagesordnung gesetzt. Auch wenn dabei nicht immer Jugendliche explizit erwähnt wurden, so war klar, dass es vorrangig darum ging, dass – auf welchem Wege auch immer – diese mehr zu lernen hätten, um zukünftig bestehen zu können. Wichtig dabei ist, dass dieses Verständnis von Jugend als nach der Kindheit zweite Kompetenzerwerbsphase sich schon länger nicht mehr nur auf das schulische Leben bezieht; zunehmend werden auch die außerschulischen Aktivitäten von Jugendlichen in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt. Diese werden als non-formale Bildungsorte verstanden, wo sowohl die EU als auch engagierte Bildungsforscherinnen und -forscher noch unentdeckte informelle Bildungspotenziale im Jugendalter wittern.

Verliehene Etiketten

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Thomas Gensicke: Sisyphos gegen Klischeeproduktionen

Warum es lohnend ist, sich mit Jugendstudien zu befassen

Jugendstudien, insbesondere auch die Shell Jugendstudien, werden in der allgemeinen, vor allem aber in der Fachöffentlichkeit zumeist interessiert aufgenommen. Die Jugend gilt als Trendsetter der Gesellschaft, als Sensor für neue Entwicklungen, als Vertreter eines sich wandelnden Zeitgeistes. Mit Jugend ist in der Öffentlichkeit aber auch allerhand Negatives verknüpft: Armut, Arbeitslosigkeit, Problemgruppen, die nur schwer in den Arbeitsmarkt zu integrieren sind, Verwahrlosung, Gewalt, Islamismus und Rechtsradikalismus. Damit ist der Jugend allemal ein hoher Aufmerksamkeitswert gewiss. So unterschiedlich die Bilder, so unterschiedlich die Art der Nachrichten, so unterschiedlich auch die Erwartungen der Empfänger. Wer Informationen über hyperflexible Netzwerker haben will, wird sie finden, auch Nachrichten über deren Oberflächlichkeit und Gefährdung durch elektronische Demenz, desgleichen, wer etwas über die Ausnutzung des jugendlichen Leistungsstrebens durch Unternehmen erfahren will, die jungen Arbeitnehmern unbezahlte Praktika oder schlecht bezahlte befristete Jobs anbieten. Weiter geht es mit den mangelnden Ausbildungsfähigkeiten von (zumeist) männlichen Jugendlichen, denen es im Gehirn von den Bildern der Spielkonsole oder des Computerspiels so sehr flimmert, dass sie sich auf nichts anderes mehr konzentrieren können.

Der SPIEGEL beehrte uns vor einigen Jahren (anlässlich von Vorfällen mit brutalen S-Bahn-Schlägern) mit biblischem Pathos über eine quasi genetisch festgelegte Asozialität und Gewaltneigung junger Männer und ließ im reißerischen Titel durchschimmern, dass man auch vor den härtesten Klischees nicht Halt macht („Migration der Gewalt“). Vorher hatte sich das Zentralorgan des populären Intellektuellentums schon einmal gemeldet, und für die jungen Frauen ein ganz anderes Bild übermittelt, in dem der Aspekt der Migration positiv aufscheinen durfte („Die Alpha-Mädchen“).

Klischeeproduktion 

Gegen diese Klischee-Produktion schreibt der seriöse Jugendforscher wie Sisyphos an, ohne den Stein je auf dem Berg zu behalten. Sicher werden die Fachleute und Praktiker von der in Millionen aufgelegten Klischeeproduktion weniger beeinflusst als die Masse der Leser, aber man unterschätze nicht die Empfänglichkeit des Unterbewusstseins für drastische Bilder. Ich habe auf Vortragsreisen bemerkt, wie bereitwillig auch in Fachkreisen zumindest die Geschichte von den neuen jungen Frauen auf der Überholspur der Gesellschaft geglaubt wird. Dagegen habe ich in den Shell Jugendstudien und anderen Studien stets auf die Beharrungskraft der Geschlechterstereotype hingewiesen, und auch darauf, dass die Überholspur oft in der Sackgasse einer unzureichenden Vereinbarkeit von Familie und Beruf endet.
Man steht des Öfteren an einem Punkt, an dem man das Gefühl hat, dass die seriöse Empirie nicht so gerne gehört wird. Wir sehen unsere Aufgabe darin, in die oberflächliche Aufgeregtheit der öffentlichen Debatten (die durchaus auch auf die Fachdebatten abfärbt) ein wenig Ruhe und Tiefe hineinzutragen, sind aber auch realistisch genug, uns nur begrenzte Chancen dabei auszurechnen. Aber wer will, kann sich über die Sachlage informieren (vgl. Literaturliste). Ich weiß noch, wie bei der Präsentation der letzten Shell Jugendstudie 2010 auf der Bundespressekonferenz jemand von der Bildzeitung anrief, ob es irgendwelche Anzeichen für einen Aufschwung der Religiosität unter Jugendlichen gäbe.
Als ich sagte, da hätte sich nicht so viel verändert, erlosch schlagartig das Interesse an einem Interview. Eine ziemlich stabile Religiosität der Jugendlichen in den letzten 20 Jahren - das ist einfach keine Nachricht. Und schon gar kein Verkaufs-argument für die Volks-Bibel von Bild. („Rechtzeitig zu seinem Namenstag hat jetzt auch Papst Benedikt XVI. ein Exemplar der neuen „Benedikt-Bibel“ von BILD und Herder-Verlag erhalten!“, jubelte das Fachblatt für moralische Erbauung.) 600.000 verkaufte Exemplare in drei Jahren, das ist doch mal ein gutes Geschäft. Aber inzwischen ist das Thema Religion auch schon wieder aus dem FOCUS.Geradezu herbeigeschrieben.......

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Skater, Punks und HipHopper

Ein Gespräch über Jugendkulturen mit Klaus Farin

baugerüst: Wie würden Sie den Lebensstil von Jugendlichen heute beschreiben?

Farin: Es ist schwierig, Jugend heute auf einen Begriff zu bringen. Die 12 bis 15 Millionen jungen Menschen in diesem Land gehören unterschiedlichen Milieus und Ethnien an, unterscheiden sich in ihren politischen und religiösen Ansichten und verfügen über ganz verschiedene  Lebensvorstellungen. Auch der Versuch einer Einteilung mit Begriffen wie 68er-, 89er-Generation oder Generation-Facebook hilft nicht weiter. Meist handelt es sich um Marketingbegriffe und die passenden Bücher dazu sind schon im Handel.

baugerüst: Wie werden Jugendliche in der Öffentlichkeit  wahrgenommen?

Farin: Es gibt eine sehr dominante negative Wahrnehmung. Wenn in den Medien von Jugend die Rede ist, wird sie in Verbindung mit Gewalt, Kriminalität, Alkohol und Drogen gebracht. Jugend ist entweder unpolitisch oder tummelt sich in der rechten Ecke. „Immer schlimmer, immer jünger, immer brutaler“ ist dann zu lesen.

baugerüst: Und wie ist die Realität?

Farin: Das Gegenteil ist richtig. Jugendkriminalität geht seit Jahren zurück, noch nie hat eine junge Generation so wenig Rauschmittel genommen wie heute und der erste Geschlechtsverkehr findet auch ein Jahr später statt als in den achtziger Jahren.
 
baugerüst: Jugend ist in der Öffentlichkeit aber doch positiv besetzt.

Farin: Da geht es weniger um die reale Jugend als um das Bild von Jugendlichkeit, das man auch den Älteren aufschwatzen muss, damit diese ewig jung bleiben und entsprechend konsumieren.

baugerüst: Auffällige Jugendliche schaffen es eher in die Medien als engagierte junge Menschen aus den Jugendverbänden.

Farin: In den Medien ist erst einmal die schlechte Nachricht die interessante und Journalisten wissen, dass dramatische Nachrichten über Jugendliche bei den Erwachsenen ankommen, da die nächste Generation schon immer skeptisch betrachtet wird. Schon Sokrates beschrieb vor 2300 Jahren die Jugend als „schlecht und respektlos“.

baugerüst: Es gibt ja eine Reihe von Berichten, dass die Gewalt bei Jugendlichen tatsächlich zugenommen hat.

Farin: Nein, im Gegenteil, sie nimmt ab. Jedoch wird jeder Einzelfall aufgeblasen. Jugendgewalt, Gewaltkriminalität generell geht in Deutschland zurück. Spektakuläre Einzelfälle werden von den Medien verbreitet und so entsteht ein falscher Gesamteindruck. Heute landet jede 14-Jährige, die betrunken aufgefunden wird  in der Abendschau, obwohl Polizei und  Drogenbeauftragte einhellig feststellen, dass Rauschtrinken bei Jugendlichen nicht zu-, sondern abgenommen hat.

baugerüst: Was verstehen Sie unter Jugendkultur?

Farin: Beide Begriffe - Jugend und Kultur - sind erst einmal schwammig. Jugend umfasst nicht mehr die Alterspanne 13 bis 18, sondern geht bis hin zum 30. Lebensjahr. Und Kultur ist auch kein fester Begriff mehr. In den siebziger Jahren definierte man Kultur noch als Hochkultur: Oper, Theater, Literatur. Dann kamen die Soziokultur, die Alltagskultur, Reisekultur, Esskultur u. v. a. m. hinzu. Kultur ist heute alles, was der Mensch selber zur Gestaltung seiner Umwelt schafft.

baugerüst: Und Jugendkulturen?

Farin: Diese definieren wir als informelle Szenen, vorwiegend zur Freizeitgestaltung, in denen häufig Musik und Mode eine sehr bedeutende Rolle spielen. Es sind Szenen, auch in Abgrenzung zu Vereinen und Verbänden. Hier muss man kein Mitgliedsbuch haben, zahlt  keinen Mitgliedsbeitrag, es gibt kaum Erwachsene, keine formellen Hierarchien und man muss nicht jeden Mittwoch um 18 Uhr irgendwo sein. Das unterscheidet sie deutlich von traditionellen Verbänden, Parteien, Vereinen.

baugerüst: Was macht Jugendkulturen so attraktiv?
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Inga Borchard, Peter Martin Thomas: Jugendliche engagieren sich

Das SINUS Lebensweltmodell u18 als Instrument für die Praxis

Vielen gelten Jugendliche heute als wenig engagiert, politisch desinteressiert und fixiert auf die eigene Person oder die eigenen Interessen. Solche Klischees helfen Organisationen des gesellschaftlichen und sozialen Engagements nicht weiter. Sie müssen sich fragen, wie sie freiwilliges Engagement für Jugendliche attraktiv machen können und dazu verstehen, wer diese Jugendlichen sind, die sie erreichen möchten.
In diesem Artikel möchten wir auf Basis des SINUS Lebensweltmodells u18 die lebensweltspezifischen Haltungen Jugendlicher zu freiwilligem Engagement vorstellen. Ziel dabei ist es, ein Verständnis für die Diversität innerhalb der Zielgruppe der Jugendlichen zu schaffen. Wir schließen mit der Frage nach möglichen Konsequenzen für die Institutionen freiwilligen Engagements. Eine fundierte Kenntnis der eigenen Zielgruppe ist notwendig für den Erfolg von Angeboten der Jugendarbeit, des freiwilligen Engagements und der Jugendpartizipation. Die Bedarfe der Zielgruppe(n) sollten sowohl in der Konzeption von Angeboten, als vor allem auch in der Kommunikationsstrategie berücksichtigt werden.  Für die gegenwärtige, hochindividualisierte Gesellschaft ist eine Vielfalt an Möglichkeiten in allen Lebensbereichen charakteristisch. Die Optionenvielfalt spiegelt sich in einem hoch differenzierten Set von Lebensstilen, die gleichzeitig nebeneinander existieren. Zur Beschreibung von (jugendlichen) Zielgruppen reicht es heute nicht mehr aus, allein soziodemografische Faktoren zu berücksichtigen. Alltagsorientierungen, Werte, Lebensziele, Lebensstile, ästhetische und mediale Präferenzen sagen weit mehr über einen Menschen aus als sein Alter oder Einkommen und werden – das ist zentral – nicht (allein) durch diese Merkmale bestimmt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Zielgruppenansätzen betrachtet das SINUS-Institut in der Milieu- und Lebensweltforschung daher insbesondere soziokulturelle Merkmale. Dabei liegt der Fokus vor allem auf den Ressourcen der Menschen.

SINUS-Lebensweltmodell u18

Im Rahmen einer qualitativen Studie wurde das SINUS-Lebensweltmodell u18 entwickelt.(1) Ausgehend von den typischen Vorstellungen, was momentan wertvoll und erstrebenswert im Leben ist oder zukünftig sein könnte, „wurden Jugendliche zusammengefasst, die sich in ihren Werten, ihrer grundsätzlichen Lebenseinstellung und Lebensweise sowie in ihrer sozialen Lage ähnlich sind. Die Jugendlichen lassen sich dabei entlang drei zentraler normativer Grundorientierungen beschreiben:

  • Die traditionelle Grundorientierung steht für Werte, die sich an „Sicherheit und Orientierung“ ausrichten.
  • Der modernen Grundorientierung liegen Werte zugrunde, die auf „Haben und Zeigen“ sowie auf „Sein und Verändern“ abzielen.
  • Die postmoderne Grundorientierung bündelt die Wertedimensionen „Machen und Erleben“ und „Grenzen überwinden und Sampeln“.

Die beistehende Grafik (s.S. 44) positioniert die verschiedenen Lebenswelten in einem an das bekannte Sinus-Milieumodell angelehnten zweidimensionalen Achsensystem, in dem die vertikale Achse den Bildungsgrad und die horizontale Achse die normative Grundorientierung abbildet. Die Grafik illustriert auf einen Blick, dass die soziokulturelle jugendliche Landschaft äußerst vielfältig ist.“ (Calmbach et al. 2012: 31) Für jede Lebenswelt ist eine Kurzcharakteristik eingefügt.

Einstellungen zu Engagement
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Johannes Kiess: Jugendliche und Rechtsextremismus

Ergebnisse der Studie  „Die Mitte im Umbruch"

Ende 2012 veröffentlichte die Friedrich-Ebert-Stiftung die Studie  „Die Mitte im Umbruch. Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2012" (Oliver Decker, Johannes Kiess, Elmar Brähler).
Johannes Kiess fasst die Ergebnisse im Hinblick auf Jugendliche zusammen.

„Die gesellschaftliche Krise hat die Jugend erreicht“ - so fasste die zwölfte Shell Jugendstudie 1997 ihre Ergebnisse zusammen (Jugendwerk der deutschen Shell 1997). An dieser Überschrift fallen mehrere Punkte ins Auge. Zum einen befand sich die Gesellschaft in den Augen der Autorinnen und Autoren dieser Studie auch im Jahr 1997 (und davor wohl auch schon) in einer Krise - zehn Jahre vor der Finanzmarkt- und der immer noch nicht bewältigten Eurokrise. Zweitens, und das ist für unseren Zusammenhang der relevantere Punkt: „Jugend“ wird hier implizit als ein besonderer Teil der Gesellschaft dargestellt. Die Krise erreichte „die Jugend“ erst nachdem sie gesellschaftlich war, also den Rest der Gesellschaft wohl schon erfasst hatte.

Diese Sonderstellung „der Jugend“ findet sich ganz ähnlich in der öffentlichen und auch in der akademischen Diskussion um den Rechtsextremismus. Einerseits wird Rechtsextremismus oft als im Kern „unpolitisches“, jugendliches „Ausprobieren“ konstruiert (kritisch dazu Dierbach 2010). Mit der Zeit „verwächst“ sich das Problem schon von selbst. Mit dem Älterwerden kommt die Vernunft. Eine Fülle an Literatur beschäftigt sich mit dem Thema Jugend und Rechtsextremismus. Damit widersprüchlich verknüpft wird oft und gerne angenommen, dass, zweitens, die Jugend eine bessere Zukunft darstellt. Der Nationalsozialismus ist Vergangenheit und insbesondere die jüngeren, nachfolgenden Generationen haben Lehren aus der Geschichte gezogen.

Rechtsextremismus als Problem in der Mitte der Gesellschaft

In unseren Untersuchungen rechtsextremer Einstellung (zuletzt Decker, Kiess & Brähler 2012) stellen wir seit 2002 fest, dass sich Ungleichwertigkeitsvorstellungen, Ausländerfeindlichkeit, Antisemitismus und weitere antidemokratische Einstellungen in allen Bereichen der Gesellschaft finden lassen. Es sind weder nur die Älteren oder Jüngeren, noch nur die Reicheren oder Ärmeren, noch nur die Arbeitslosen oder Erwerbstätigen, die rechtes Gedankengut vertreten. Gerade verhaltene Zustimmung, also latente rechtsextreme Einstellung, findet sich auch in der sogenannten „Mitte“ der Gesellschaft.

Während die Befürwortung einer rechtsautoritären Diktatur im Zeitverlauf abnimmt, ist Chauvinismus (übersteigertes Nationalgefühl) bundesweit bei knapp 20 Prozent der Bevölkerung anzutreffen. Ausländerfeindlichkeit ist mit 25,1 Prozent bezogen auf ganz Deutschland die am weitesten verbreitete rechtsextreme Einstellungsdimension. Antisemitismus ist bei rund jedem elften Deutschen manifest. Dabei finden sich zwischen den Bevölkerungsgruppen differenziert nach Merkmalen wie Alter, Bildungsgrad oder Migrationshintergrund deutliche Unterschiede. Personen mit Abitur neigen prozentual deutlich weniger zu rechtsextremen Aussagen als Personen ohne Abitur. Besonders ausländerfeindlich eingestellt zeigten sich Arbeitslose, und Antisemitismus ist unter Ruheständlern am weitesten verbreitet. Bei den über 60-Jährigen finden sich bundesweit in allen Dimensionen die höchsten Werte. Gänzlich frei von Vorurteilen ist jedoch keine Gruppe.
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Lebensentwürfe, Partizipation und die Angebote

Ein Gespräch mit Mike Corsa

Die Rubrik standpunkt kommentiert im baugerüst das Heftthema aus interner Sicht der Evangelischen Jugend. Der standpunkt in diesem Heft ist ein Gespräch mit Mike Corsa, dem Generalsekretär der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V. (aej) über die öffentliche Wahrnehmung Jugendlicher, über Partizipation in der Kinder- und Jugendarbeit und über die Angebote der Evangelischen Jugend. Damit schlägt dieses Gespräch auch eine Brücke zu Heft 2 des baugerüsts, das sich mit den Angeboten der Evangelischen Kinder- und Jugendarbeit befassen wird.
Das Gespräch mit Mike Corsa führte Wolfgang Noack.

baugerüst: Kitas, Betreuungsgeld, Kinderparlamente – alles dreht sich um Kinder. Jugendliche werden in den Medien mit Komasaufen und aus dem Ruder gelaufenen Facebook-Parties wahrgenommen. Warum ist das so?

Corsa: Das Bild der Gesellschaft über die Jugend entspricht nicht mehr der Realität Jugendlicher. Elterngeld, Betreuungsgeld, Kitas, das sind ja nicht Themen der Kinder, sondern der Eltern. Hier geht es um die Frage, wie Familie funktionieren kann, wenn Mann und Frau erwerbstätig sein wollen. Was Kinderparlamente anbelangt, so ist es für mich schon eine zentrale Frage, ob Partizipation für Kinder früh erlebbar wird. Benedikt Sturzenhecker hat ein lesenswertes Buch hierzu veröffentlicht, indem er beschreibt, dass Beteiligung auch im Kindergarten möglich sein kann. Die starke öffentliche Fokussierung auf Kinder resultiert aus der Familienbetonung, auch mit Blick auf die Verwertbarkeit der Eltern am Arbeitsmarkt. Bei der negativen Darstellung der Jugendlichen in den Medien, ist ja bekannt, dass die schlechte Nachricht sich gut verkaufen lässt. Mit der Berichterstattung über die Vielfalt der evangelischen Kinder- und Jugendarbeit lassen sich  nun mal keine Zeitungsauflagen steigern. Trotzdem  muss es im Interesse von Jugendpolitik und auch von Evangelischer Jugend sein, ein anderes Bild von Jugendlichen in die Öffentlichkeit zu kommunizieren.

baugerüst: Wer hat die Deutungshoheit über Jugend oder wer maßt sich an, diese zu haben?

Corsa: Die eine Deutungshoheit gibt es nicht. Jugendliche haben ihre eigenen Deutungen und setzen sich damit von den Erklärungsversuchen der Erwachsenen ab. In Gesprächen mit Vertretern aus Politik und Kirche habe ich aber feststellen können, dass hier durchaus ein differenziertes Bild über Jugend vorhanden ist, differenzierter jedenfalls, als man es in Spiegel oder Bildzeitung lesen kann. Der Versuch, jugendliche Lebensentwürfe zu beurteilen ist das eine, viel problematischer finde ich aber, dass Erwachsene versuchen die Gegenwelten junger Menschen zu übernehmen und ihre  Ausdrucksformen kopieren.

baugerüst: Als Prognose habe das Instrument der Jugendforschung versagt, kritisierte Arthur Fischer in einem Vortrag die zahlreichen Studien. Keine Jugendbewegung konnte vorhergesagt werden, im Gegenteil es gab viele Fehleinschätzungen. Produziert die Forschung zu viele Jugendstudien?

Corsa: Es gibt eine Vielzahl von Studien über Kinder und Jugendliche, auch viele, die von der breiten Öffentlichkeit nicht wahrgenommen werden. Wirtschaft, Parteien, Regierungen und gesellschaftliche Organisationen haben ein großes Interesse zu erfahren, wie Jugendliche denken und welche Einstellungen sie haben. Die Ergebnisse des SINUS-Instituts oder Studien von großen Stiftungen belegen dieses Interesse. Weil die Gesellschaft einen Blick in die Zukunft erhaschen will, gibt es mehr Jugend- als Seniorenstudien.

baugerüst: Nach dem Pisa-Schock sprachen plötzlich alle über schulische Bildung. Gibt es noch eine eigene Jugendpolitik oder wird alles zur Bildungspolitik gerechnet?

Corsa: Nach dem Pisaschock hat sich die Bildungspolitik in den Mittelpunkt geschoben, obwohl die Jugendpolitik dadurch nicht verdrängt wurde. Die Kinder- und Jugendhilfe mit ihren vielfältigen Gestaltungselementen ist ein wichtiger Ausdruck von Jugendpolitik - vor allem in den Kommunen. Aber auch die bildungspolitischen Initiativen der letzten Jahre haben wichtige jugendpolitische Impulse gegeben. Beim Ausbau der Ganztagesschule wird zwischenzeitlich sehr wohl wahrgenommen, welche eigene Bedeutung Kinder- und Jugendarbeit für den Erwerb von Lebensgestaltungskompetenzen hat.

baugerüst: Täuscht der Eindruck, dass Bildungspolitik zur Zeit als Allheilmittel für alle Probleme gesehen wird, die im Kinder- und Jugendbereich auftreten?

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Autorinnen und Autoren

  • Inga Borchard, Berlin
    Studienleiterin Sozialforschung am SINUS-Institut

  • Mike Corsa, Hannover
    Generalsekretär der aej

  • Klaus Farin, Berlin
    Schriftsteller, Leiter des Archivs für Jugendkulturen

  • Benjamin Fillisch, München
    Deutsches Jugendinstitut

  • Michael Freitag, Hannover
    Grundatzreferent der aej

  • Dr. Thomas Gensicke, München
    TNS Infratest

  • Dr. Bernhard Haupert, Saarbrücken
    Professor an der Katholischen Hochschule für Soziale Arbeit

  • Simona Herz, Bremen
    Bildungsreferentin der Evang. Jugend Bremen

  • Johannes Kiess, Leipzig
    Universität Leipzig

  • Dr. Christian Lüders, München
    Deutsches Jugendinstitut

  • Gottfried Müller, Speyer
    Oberkirchenrat, Dezernent für Jugendarbeit

  • Markus Mürle,
    Universität Hohenheim

  • Reinhold Ostermann, Nürnberg
    Referent im Amt für Jugendarbeit

  • Ingo Schenk, Kaiserslautern
    Referent Landesjugendpfarramt Evang.-Luth. Kirche Pfalz

  • Katia Schwichtenberg, Lünen-Altlünen
    Schülerin

  • Peter Martin Thomas, Berlin
    Leiter der SINUS-Akademie

  • Dr. Claus Tully, München
    Deutsches Jugendinstitut

  • Bernd Wildermuth, Stuttgart
    Landesjugendpfarrer

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