das baugerüst 1/18

Leben im Sozialraum

Heft bestellen

nach oben

Inhalt

  • hintergrund

    Ulrich Deinet: Sozialräumliche Potenziale und Herausforderungen der Kinder- und Jugendarbeit

    Bernhard Haupert: Der soziale raum - ein Schlüsselkonzept in der Jugendarbeitspädagogik

    Katrin Valentin: Der digitale Sozialraum
    oder: Der Sozialraum als Hybrid

    Ralf Kötter: Such-Bewegungen
    Verheißungen einer Kirche im Sozialraum

    Peter Dienst: Sozialer Bildungsraum für die Region
    Die Evangelische Jugendbildungsstätte Neukirchen

    Andreas Mertin: Zeichen der Religion im öffentlichen Raum
    Beobachtungen zur Kultur der Religion in der Gegnwart

    Temporäre Sozialräume

  • gespräch
    "Jugendarbeit muss die Sozialräume zur Kenntnis nehmen"
    Ein Gespräch mit dem Hamburger Professor für Sozialpädagogik Benedikt Sturzenhecker

    über die Räume der Kinder und Jugendlichen, über Konflikte im Sozialraum, über Aushandlungsprozesse und die Unmöglichkeit, dies alles zu ignorieren.

  • standpunkt
    Ulla Taplik: "Schreiben Sie doch mal ein Konzept!"

  • forum
    Du stellst meine Füße auf weiten Raum
    Eine Meditation von Uli Willmer

    Ingo Schenk: Dorfforschung im Dorf-Leben
    Sozialraumanalyse als Instrument und Methode zur sozialräumlichen Forschung mit Jugendlichen

    Ralf Brennecke: Schüler+Ferien+Betreuung = Dorffreizeit
    Eine Chance für sozialraumorientierte Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

    Rebecca John Klug: Raumschuff.ruhr

    Lennrat Meißner: Choy
    Eine Jugendkirchein einer ländlichen Region - Chance oder Überforderung?

    Johannes Höflinger: Projekt Tilsiter Strasse in Mannheim-Schönau

    Wolfgang Schindler: Digitale Sozialräume
    Beratung, Seelsorge und Online-Kommunikation

    Die Eckkneipe - Ein fast verschwundener Sozialraum
  • Rezensionen und Materialhinweise

nach oben

Wolfgang Noack: Leben im Sozialraum

Wie viele verschiedene Gummibärchen leben eigentlich hier? Warum mögen die roten Bärchen die grünen nicht? Und warum kleben die gelben und weißen Gummis andauernd zusammen. Seit neuestem soll es ja auch blaue Bärchen geben; na, wenn die erst hier auftauchen ... .

Bleibt die Tüte mit den bunten Gummibären geschlossen, treten die Konflikte nicht so sehr zum Vorschein. Kaum geöffnet, geht das Dilemma los: die einen werden bevorzugt (gegessen), die anderen bleiben zurück oder kleben in einer Ecke zusammen. Das Leben im Sozialraum nimmt seinen Lauf.

Professor Wolfgang Hinte, der an der Universität Duisburg-Essen sozialraumorientierte Arbeit lehrt, geht noch einen Schritt weiter. Hat man einen Haufen bunter Gummibärchen, so sein Beispiel, und daneben einen nur mit roten Bären und legt nun die roten in die Mitte der bunten Bärchen, dann ist das Integration. Werden aber von Anfang an die roten Gummibärchen zwischen den bunten gelegt, dann ist das Inklusion. Hinte gibt dieses Beispiel für das Zusammenleben im Stadtteil, im Dorf, eben in einem Sozialraum. Dabei will er nicht die Menschen verändern („Das ist ein unmögliches Unterfangen, das noch nie funktioniert hat“), sondern die Verhältnisse gestalten, gute Lebensbedingungen herstellen.

Der Begriff Sozialraum hat seinen Ursprung sowohl in der Stadtsoziologie als auch in der Pädagogik und ermöglicht es, die räumliche Umgebung zu analysieren und in Verbindung mit dem sozialen Handeln zu bringen. Orientiert man sich bei der eigenen Arbeit an diesem Ansatz, nennt Hinte vier Schritte für das weitere Vorgehen. Erstens: Den Menschen zuhören (Was wollen die Menschen? Was stört sie am meisten? Was wollen sie erreichen?); Zweitens: Den Menschen dabei helfen, etwas selbst zu tun (sich nicht zurücklehnen und nur schimpfen, vielmehr sollen sie aktiv mitarbeiten); Drittens: Die Fähigkeiten und die Stärken erkennen. Schließlich viertens: Mit allen zusammen arbeiten (Die Soziale Arbeit ist der Vermittler zwischen den verschiedenen Menschen).

„In einem Stadtteil oder in einem Dorf gibt es die unterschiedlichsten Räume, in denen Menschen oder Kulturen bzw. Teilkulturen zusammen leben“, sagt der Hamburger Pädagoge Benedikt Sturzenhecker in dem baugerüst-Gespräch (s. Seite 36). „Sie alle leben in diesem Raum, handeln darin und erzeugen ihn damit.“ Von daher, so Sturzenhecker weiter, kommt Jugendarbeit gar nicht umhin, die Sozialräume der Kinder und Jugendlichen zur Kenntnis zu nehmen. Professionelle in dieser Arbeit „müssen wissen, wer ist noch hier an diesem Ort, was tun die anderen, wie sehen sie die Welt, wo haben wir gemeinsam etwas zu entscheiden, wo sind die Konflikte?“

Es geht also um die Wahrnehmung des eigenen Raumes: „Meine Stadt, mein Viertel, meine Gegend, mein Zuhause, mein Block“, wie Claudia Schulz in ihrem Beitrag schreibt. Für sie führt ein sozialraumorientiertes Vorgehen mindestens auf zwei Wegen zum Gewinn. „Einerseits fordert es von den Verantwortlichen in Kirche, Gemeinde und anderen Bereichen der Bildungsarbeit, Zielgruppen nicht nur in ihren Lebensverhältnissen und örtlichen Gegebenheiten wahrzunehmen, sondern die Arbeit stringent auf Bedeutungsräume der Menschen und deren Beschaffenheit auszurichten“.
Dies gilt für alle Bereiche: für die Arbeit im Stadtteil, in einer Kirchengemeinde oder eben auch für Jugendarbeit. Claudia Schulz sieht hierin eben auch die Chance, religiöse Kommunikationsräume zu gestalten.

Für Ulrich Deinet bedeutet sozialräumliches Arbeiten, sich immer wieder „an den Lebenswelten der Kinder und Jugendlichen zu orientieren, die Veränderungen wahrzunehmen und die jeweiligen Konzepte daraufhin zu verändern“. Das heißt nicht, jedem Modetrend hinterherzulaufen oder auch alle Aufenthaltsbereiche von Jugendlichen pädagogisieren zu wollen. Wo und wie leben die Kinder und Jugendlichen im Stadtteil, im Dorf, in der Schule? Wo verbringen sie ihre Freizeit? Wo stoßen sie auf Widerstände? Wie können sie soziale Räume mitgestalten und verändern? Dies alles wahrzunehmen ist eine grundsätzliche Herangehensweise an die eigene Arbeit.
Dies gilt auch für die Arbeit mit jungen Geflüchteten. Evangelische Kinder- und Jugendarbeit engagiert sich in diesem Bereich. Will diese Arbeit gelingen, ist gerade hier die Analyse des sozialen Raumes Voraussetzung (s.a. www.evangelische -jugend.de/sozialraeumlichwirken/die-dokumentation).
Sozialraumorientiertes Arbeiten „braucht Zeit, braucht Kommunikation und Beteiligung“, schreibt Ulla Taplik in dem standpunkt dieses Heftes. Auch wenn die Ressource Zeit eher eine Mangelware ist, bleibt dieser Ansatz unerlässlich für professionelles Handeln.

Gibt es eine Alternative? Bei den bunten Gummibärchen schon. Die Firma Haribo bietet ihre Goldbären in einer Packung mit 100 Beutel zu je zehn Gramm an. Hier bleiben dann die einzelnen Gruppen unter sich (gefangen). Möglich wäre es noch, die Bären einzeln zu verpacken, damit Ruhe im Sozialraum herrscht. Friedhofsruhe.  

nach oben

Claudia Schulz: Das Evangelium braucht die Räume der Welt

Theologische Aspekte für die Arbeit im Sozialraum

Eine ältere Frau mit rosa Lockenwicklern im Haar lehnt im Fenster eines Wohnblocks  und schaut ins Weite. Zum Bild auf der Postkarte noch der Text: „Meine Stadt, mein Bezirk, mein Viertel, meine Gegend, meine Straße, mein Zuhause, mein Block.“ Hier geht es nicht um einen Reiz der Wohnumgebung, der für alle offensichtlich und plausibel wäre. Es geht um den Raum, auf den es für die ältere Frau ankommt. Hier findet das Leben statt – oder eben, wie in dieser ruhigen Szene, die Entspannung ebenso wie die Langeweile. Der Text stammt vom Rap-Künstler Sido aus dem Jahr 2004 und ist Teil eines Songs über das Lebensgefühl im Plattenbau. Im Song nimmt der Text seinen Lauf: „Meine Gedanken, mein Herz, mein Leben, meine Welt reicht vom ersten bis zum sechzehnten Stock.“ Der Erfolg dieses Liebeslieds an eine gemeinhin als unschön betrachtete Gegend war enorm. Es kommt eben auf die Bedeutsamkeit des Raums an, in dem das Leben stattfindet. Da mag das Schöne und Wichtige anderen verborgen bleiben: Aus der Sicht der beteiligten Subjekte geschieht hier Verwurzelung, die sich jedem von außen herangetragenen Kriterium entzieht.Es kommt auf den Raum an, so lautet die Weisheit, die nach dem so genannten „spatial turn“ in den Sozialwissenschaften seit den 1990-er-Jahren auch die Pädagogik und damit die Religions- und Gemeindepädagogik erfasst hat. (1) Gedanklich anknüpfen lässt sich diese Wendung an der Gemeinwesenarbeit, die bereits viele Jahre zuvor gezeigt hatte, wie sich pädagogische Arbeit mit Bezug zum konkreten Lebensraum der Menschen und in der Vielzahl der beteiligten Akteurinnen und Akteure, Interessengruppen und Vereine umsetzen lässt und neue Ressourcen erschließt. Jetzt, im „spatial turn“, steht zunächst der Gedanke des Raums im Vordergrund. Die Rede vom Raum lenkt den Blick auf neue Dimensionen der sozialen Wirklichkeit, die sich in Karten, Statistiken oder subjektiven Betrachtungen einfangen lässt.

Was ist nun an diesem Nachdenken über den Raum neu oder auf neue Art gewinnbringend für die pädagogische Arbeit? Über die schlichte Erkenntnis hinaus, dass ja notgedrungen alles kirchliche Arbeiten in Räumen stattfindet, gilt es nun, das eigene Sein im Raum zu verstehen – und von hier aus zu entdecken, was das mit der Theologie zu tun hat. Zwei gegenläufige und sich darin ergänzende Lesarten des Raums helfen, diese neue Komplexität zu verstehen:

Inhalte und Grenzen beschreiben den Raum …

Der Raum ist erstens zu beschreiben als topografischer Raum mit seinen Begrenzungen, landschaftlichen oder baulichen Gegebenheiten, als vorhandene Räumlichkeiten und das, was sie als Bedingungen für die Begegnung in ihnen bieten. Manches Lebensgefühl richtet sich auf diese Grenzen: Ich lebe genau hier, hinter der Bahnlinie sind die anderen. Die Wahrnehmung des eigenen Raums („mein Viertel, meine Gegend, meine Straße“) lebt von dieser Vorstellung. Der Soziologe Anthony Giddens hat den so verstandenen Raum mit dem Begriff „place“ verknüpft. (2) Der Raum ist da, und er ist unabhängig von seinem Inhalt und dem, was in ihm geschieht, bereits existent.  Seine Bedeutung für die Menschen entsteht im Wechselspiel zwischen dem bereits vorfindlichen Raum und dem Geschehen in ihm. Die Theologie hat sich zu allen Zeiten mit der „Verortung Gottes“ befasst: Einerseits wird Gott „im Himmel“ gedacht, andererseits der unbegrenzte Zugriff und die unbegrenzte Gegenwart an allen Orten vorgestellt. Das hier beschriebene Raumverständnis hat seine theologische Entsprechung etwa in biblischen Geschichten, in denen Menschen nach der Begegnung mit Gott am jeweiligen Ort einen Altar oder einen Brunnen bauen – in der Vorstellung vom heiligen Raum, von einem Ort, der durch Gott bereits als bedeutsam oder verheißungsvoll markiert ist (z.B. Gen. 26,25).

Eine in diesem Sinn sozialräumliche pädagogische Arbeit berücksichtigt den Ort, an dem sie geschehen soll, und seine Auswirkung auf die Beteiligten. Sie berücksichtigt die Bevölkerungsstruktur und die Gegebenheiten vor Ort. Zielgruppen werden identifiziert und in ihrer Lebenssituation am Ort wahrgenommen. Hier ist die organisationale Perspektive der Sozialstruktur im Blickfeld, das Netz aus Vereinen und Initiativen, Mitgliedschaften und Formen der Zugehörigkeit, der örtlichen und überörtlichen Machtverhältnisse und Hindernisse.

Von Bedeutung ist, wer vor Ort lebt und wie es dort zugeht, welche Traditionen fest im Ort verankert sind und auf diese Weise das soziale Gefüge prägen. Es weitet sich der Blick von der Kirche auf die Straße, die Schulen, Einkaufsmöglichkeiten oder Versammlungsplätze. Dieses Verständnis wird zuweilen fälschlicherweise bereits als umfassende Sozialraumorientierung verstanden. (3) Es fehlt ihm jedoch das Komplementär zu einem umfassenden Verständnis, in dem das stark materielle oder topografische Raumverständnis mit den entscheidenden Aspekten angereichert wird:

… und: Bedeutung und Sinn bilden den Raum

......

Weiterlesen in Heft 1/18

nach oben

Ulrich Deinet: Sozialräumliche Potentiale und Heruasforderungen der Kinder- und Jugendarbeit

Der Begriff „Sozialraum“ wird sehr breit benutzt

In vielen Bereichen der Sozialen Arbeit und auch in der Kinder- und Jugendarbeit findet man eine zwiespältige Situation im Umgang mit dem Begriff Sozialraum oder Sozialraumorientierung: Der Begriff wird in Konzepten, Projektanträgen und anderen Texten relativ oft genutzt und ist sozusagen in die fachliche Umgangssprache eingedrungen, gleichzeitig scheint es aber wenig Orientierung hinsichtlich dieses Begriffes zu geben, gerade wenn man sieht, wie unterschiedlich er genutzt wird. Bei einem Besuch einer Jugendeinrichtung und der Frage nach ihrer sozialräumlichen Orientierung sagte man mir, dass man mit der Schule nebenan kooperiere! Ich war etwas verdutzt über diese Antwort, aber mir war dann schnell klar, dass sozialräumliche Kooperation und Vernetzung zwischen Institutionen ein wesentlicher Aspekt ist, der in der Praxis auch oft unter Sozialraumorientierung verstanden wird.
Auch in der Theoriediskussion, in den unterschiedlichen Ansätzen sozialräumlicher Forschung, findet man durchaus ein breites Spektrum unterschiedlicher Definitionen, je nachdem welche Forschungstradition im Hintergrund und welche forschungspraktischen Bezüge im Vordergrund stehen.
Der Begriff Sozialraum wird oft verbunden mit einem sozialgeographischen Raum, den man in Städten in der Regel als Stadtteil, als Viertel, Quartier usw. bezeichnet oder im ländlichen Raum/im regionalen Raum als Dorf, Kleinstadt etc. Insbesondere die Jugendhilfeplanung oder die Sozialplanung benutzt heute für ihre vielfältigen Aufgaben als Grundlage eine sozialräumliche Gliederung ihrer jeweiligen Gebietskörperschaft. So werden z. B. die Stadtteile einer größeren Stadt oft als Sozialräume definiert. Dahinter liegt die Vorstellung, dass Gebiete wie beispielsweise einzelne Stadtteile über (sozial-) strukturelle Merkmale verfügen, die z. B. für Planungsaufgaben relevant sind. Dabei geht es insbesondere um die Siedlungs- und die Bevölkerungsstruktur, um soziale Belastungen etc. (vgl. Klein 2009).
Demgegenüber wird der Begriff Sozialraum aber auch als individuelle Lebenswelt begriffen, wenn man sich z.B. in der Mobilen Jugendarbeit mit einzelnen Gruppen beschäftigt, diese an ihren Aufenthaltsorten aufsucht und Kontakte aufnimmt. In dieser sozialräumlichen Betrachtung stehen dann Begriffe wie „Raumaneignung“ oder „Aneignungsräume“ im Vordergrund (s.u.) und sie spielen für die Kinder- und Jugendarbeit eine wichtige Rolle.

Um sozialräumliche Qualitäten und Herausforderungen für die Kinder- und Jugendarbeit formulieren zu können werden im Folgenden die Forschungsergebnisse einer größeren empirischen Studie einbezogen: Grundlage ist ein vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen (MFKJKS NRW) gefördertes Forschungsprojekt zum aktuellen Entwicklungsstand der Offenen Kinder- und Jugendarbeit am Beispiel von vier Kommunen in NRW (Kleinstadt, Landkreis, Mittelstadt und Großstadt), das von der Hochschule Düsseldorf und der dort angesiedelten Forschungsstelle für Sozialraumorientierte Praxisforschung und Entwicklung (FSPE) in den Jahren 2012 bis 2014 durchgeführt wurde.(1) Ergebnisse aus diesem Projekt werden im Folgenden kursiv dargestellt.

Sozialräumliche Qualität der Kinder- und Jugendarbeit:
Infrastruktur, Einrichtungen


Bei den sozialräumlichen Qualitäten der Kinder- und Jugendarbeit denkt man zunächst an die Einrichtungen, d. h. die Infrastruktur, die insbesondere im Bereich der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) bundesweit als Häuser der Offenen Tür, Jugendfreizeiteinrichtungen etc. sichtbar ist. Die Einrichtungspotenziale der Kinder- und Jugendarbeit können als große Stärke des Feldes gesehen werden, auch wenn ihr Zustand (Gebäude, Räume, Einrichtungen, Ausstattungen) zum Teil nicht mehr auf dem aktuellen Stand oder „überholungsbedürftig“ ist.
In unserer Studie zeigt der Vergleich der vier Kommunen ein breites Spektrum sehr unterschiedlicher Einrichtungen,  was ihre Größe, Fläche, Anzahl der Räume, personelle Ausstattung etc. angeht. Deutlich wird auch, welche materiellen  Ressourcen die Einrichtungen der OKJA darstellen, bspw.  in Bezug auf ihre Ausstattung. Der Arbeitsbereich ist durch eine große Eigenständigkeit und Kontinuität gekennzeichnet, was z. B. der hohe Anteil der Einrichtungen mit eigenen Gebäuden oder auch die Kontinuität der Fachkräfte zeigt.


Herausforderung: Immobilienbezug, mangelnde Mobilität

......

Weiterlesen in Heft 1/18

nach oben

Katrin Valentin: Der digitale Sozialraum oder: Der Sozialraum als Hybrid

Wie verändert sich Sozialraumaneignung?

Wenn wir von einem Sozialraum sprechen, dann war damit schon immer nicht nur der physische Raum gemeint, sondern auch die Bedeutungszuweisungen, die die Subjekte des Sozialraums vornehmen. Durch die Digitalisierung der Lebenswelt erfährt der Sozialraum nun eine Ausweitung  um die so genannte digitale Sphäre. Der Mensch kauft dort in virtuellen Geschäften ein,  knüpft Kontakte zu Gleichgesinnten und Freunden, spielt Spiele, erkundigt sich über Öffnungszeiten und Angebote in der Gegend und vieles mehr. Je nach Entwicklungsaufgabe und Sozialisation unterscheiden sich dabei die Bedeutungszuweisungen der Menschen. Jung wie alt knüpfen dort Kontakte, ältere holen sich etwas mehr Informationen und jüngere spielen ein wenig mehr.
Diese digitale Sphäre ist direkt mit der so genannten „realen“ Wirklichkeit verbunden. Sie ist in erster Linie eine Erweiterung des Sozialraumes und knüpft zu vielen Teilen direkt an der „realen“ Welt an. Das lässt sich an ein paar Alltagsbeispielen veranschaulichen: Den Tipp, ein bestimmtes Kleid bei Amazon zu kaufen, erhält man von der Nachbarin, der große Bruder der Freundin zeigt einem, wie man das Online-Game spielt, die Gruppe bei WhatsApp entstand durch die Teilnahme an einem Workcamp und die Bücherei, über deren Öffnungszeiten man sich im WorldWideWeb erkundigt, liegt in der direkten Umgebung.
Diese Verwobenheit von digitalem und analogem Sozialraum bezeichnet man als Hybridisierung. Das heißt, Kinder und vor allem Jugendliche wachsen in einem hybriden Sozialraum auf. In diesem Sinne eignen sie sich ihren Sozialraum auch „vireal“ an (Ketter 2011, S. 19). „Vireal“ ist ein Zusammenschluss von „real“ und „virtuell“. Auch das lässt sich an ein paar Alltagsbeispielen veranschaulichen: Früher sah man ein Plakat vom Jugendhaus am Schulweg, heute erhält man eine WhatsApp. In den 80er Jahren traf man sich bei der Pizzeria, heute wählt man unterstützt von Empfehlungen, die durch zahlreiche Likes fremder Personen entstehen, per Lieferando eine Pizza. Bildeten ehemals viele Kinder kleine Gangs auf den Straßen, so schließen sie sich heute in Clans in Online-Games zusammen.  
Ein wesentlicher Unterschied zwischen den analogen und digitalen Räumen besteht darin, dass man in zweiteren in wesentlich höherem Ausmaß die Gestaltung des Sozialraumes durch eigene Entscheidungen in der Hand hat. Das heißt, die Bedeutungszuweisungen der Jugendlichen führen dazu, welche Räume sie betreten. Sie können sich auf Cosplay-Seiten (1) aus Amerika einloggen, über Facebook mit einem Kumpel in Norwegen in Kontakt bleiben oder eine Hausarbeit von einem Studenten in Schleswig-Holstein lesen. Doch gelten bei dem Flug durch die unendlichen Weiten des Internets ähnliche Bezüge wie bei der Aneignung des analogen Sozialraums: Die Nutzerinnen erhalten durch ihren sozialen Nahraum Impulse. Je nach Entwicklungsaufgabe und Neigungen distanzieren sich die jungen Menschen von ihnen (der Sohn einer passionierten Orgelspielerin gestaltet die Homepage des „Heavy-Metal-Fanclubs Oisenhausen“) oder verfolgen sie weiter (die Nachbarstochter einer Fotografin erfährt von ihr von „Knipsclub.de“ und teilt dort ihre Schneckenfotos aus der Pfütze im Schulhof mit Gleichaltrigen).
Am Beispiel von Social Web wurde die spezielle Aneignung des digitalen Sozialraums empirisch untersucht (im Folgenden Brüggen/Schemmerling 2014). Zu beobachten sind so genannte Modi der Abbildung sozialräumlicher Bezüge. So bezeichnet man zum Beispiel die Tatsache, dass sich Kontakte aus dem analogen Sozialraum auch in der Facebook-Nutzung integriert werden. Bezüge aus verschiedenen Lebensbereichen der Jugendlichen überlappen und verweben sich dabei. Beispielsweise erhalten Bekannte von einer Jugendfreizeit auch Informationen über und von Mitkonfirmanden oder Fans eines lokalen Fußballclubs. Jugendliche verhalten sich dabei auch segregierend, das heißt, sie nehmen bewusst soziale Trennungen vor. Sie können zum Beispiel durch Einstellungen der Sichtbarkeit bestimmter Informationen Personengruppen ausschließen.
Das Medienhandeln hat damit direkte Auswirkungen auf die sozialen Beziehungen der Jugendlichen und damit auf das soziale Geflecht im hybriden Sozialraum, der ja die digitale wie auch die analoge Sphäre umfasst. Jugendliches Aufwachsen erfolgt also in Auseinandersetzung mit ineinander verwobenen sozialen und medialen Elementen ihres Sozialraumes, den sie sich vireal aneignen.


Was machen Jugendliche im digitalen Sozialraum?


......

Weiterlesen in Heft 1/18

nach oben

Ralf Kötter: Such-Bewegungen - Verheißungen einer Kirche im Sozialraum


Vertrautes ist unwiederbringlich verloren – ganz besonders in den Kirchen. Gesucht werden neue Leitbilder. Was ist Kirche? Welchen Auftrag hat sie? Wie kann ihre Botschaft, die über die Welt hinausweist, in der Welt anschlussfähig sein? Dieser Beitrag versteht sich als weiträumige Such-Bewegung, um biblischen Motiven und partizipativen Lösungen auf die Spur zu kommen. Das Such-Ergebnis sei vorweggenommen: Eine Kirche, die den Weg in den Sozialraum sucht, findet zu sich selbst zurück.


Niemand suche das Seine, sondern was dem andern dient
(1. Kor 10, 24) – die Du-Perspektive des Glaubens


Christliche Freiheit ist immer eine Freiheit zur Verantwortung. Sie entpflichtet nicht, sondern befreit zum Dienst für andere. Das ist der Grundgedanke paulinischen Denkens, wie er auch schon im ältesten Christuszeugnis der Menschheit zum Ausdruck kommt: Ein jeder sei so gesinnt, wie es der Gemeinschaft mit Christus entspricht. Er, der in göttlicher Gestalt war, hat sich auf diesem Privileg nicht ausgeruht, sondern er hat sich entäußert, auf ein Du hin ausgerichtet. Er wurde den Menschen gleich. Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tod (vgl. Phil 2, 5-11). In Christus wird die Such-Bewegung deutlich, die den lebendigen Gott seit jeher kennzeichnet. Auch wenn der Mensch sich verbirgt – Gott sucht ihn: „Adam, wo bist du?“ (Gen 3, 9) Vergeht sich der Mensch, geht ihm Gott suchend nach: „Kain, wo ist dein Bruder Abel?“ (Gen 4, 9) Diese Such-Bewegung, die wir auch als Nachfolge Christi beschreiben, befreit vom Ringen um Privilegien, lässt zur Ruhe kommen und gleichzeitig den suchenden Blick heben, um das Gegenüber zu finden. Das verzagte Bekümmertsein um sich selbst verwandelt sich zur neuen Freiheit, sich um andere kümmern zu können. Die Such-Haltung ist die DNA christlichen Glaubens, der innerste Kern der Nachfolge Jesu Christi. „Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.“ (Gal 6, 2)

Die Kirche hat mit dieser Grundorientierung immer gerungen. Mal hat sie sich im Machtgehabe verloren, mal war sie solidarisch und ganz nah an den Menschen – um nur wenige Augenblicke später wieder selbstverliebt ganz um sich selbst zu kreisen. Gerade die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts war von der überheblichen Fehleinschätzung geprägt, nun sei die große Zeit der Kirche angebrochen. Nach dem Zusammenbruch weltlicher Macht wähnte man sich im Nachkriegsdeutschland als Bollwerk und Garant alter, statischer christlicher Werte. Eine Suche nach neuen Werten schien überflüssig. Aber gesellschaftliche Werte verschieben sich unaufhörlich – und eine nicht-suchende Kirche wird in ihrer Selbstsucht kaum mehr besucht.
Die Konsequenzen sind katastrophal: „Beide Großkirchen … befinden sich mitten in einem … bislang beispiellosen Traditionsbruch… Die Christianisierung der Gebiete, die sich heute Deutschland nennen, erstreckte sich über Jahrhunderte, die Entkirchlichung kulminierte in wenigen Jahrzehnten… Ein ,christliches Deutschland‘ gibt es nicht mehr.“(1) Das Beharren auf alten Besitzständen riskiert den Bestand. Eine neue Suche ist dringend nötig, eine Suche nach dem, was dem anderen dient.

Suchet der Stadt Bestes
(Jer 29, 7) – die sozialräumliche Perspektive des Glaubens

 

.....

nach oben

„Jugendarbeit muss die Sozialräume zur Kenntnis nehmen."

Ein Gespräch mit dem Hamburger Professor für Sozialpädagogik Benedikt Sturzenhecker über die Räume der Kinder und Jugendlichen, über Konflikte im Sozialraum, über Aushandlungsprozesse und die Unmöglichkeit, dies alles zu ignorieren.

baugerüst: Herr Sturzenhecker, was ist ein Sozialraum?

Sturzenhecker: Das sind die verschiedenen Orte, die durch das Handeln der Menschen entstehen. Es sind materielle Orte, die durch die verschiedenen lebensweltlichen Perspektiven der Menschen und durch die unterschiedlichen Überlagerungen des Handelns zu einem sozialen Raum, einem Sozialraum werden.

baugerüst: In einem Sozialraum findet also übereinander geschichtetes Handeln unterschiedlichster Gruppen statt.

Sturzenhecker: Ja, und daraus folgt, die dort lebenden Teilkulturen müssen erkennen, dass sie zusammen in einer Kommune, in einer Gemeinde leben, zu der noch andere gehören.

baugerüst: Was haben Kinder und Jugendliche davon, wenn sie ihren Sozialraum kennen?

Sturzenhecker: Kinder und Jugendliche und ihr Sozialraum lassen sich gar nicht trennen, sie sind der Raum, dort, wo sie etwas tun. Die Kinder und Jugendlichen kennen ihren Sozialraum, sie sind die ExpertInnen und die HerstellerInnen dieses Raumes. Sie wissen, was sie dort machen, wie sie sich ihre Räume erobern und sich darin bewegen, wo es durch ihre Anwesenheit Konflikte gibt oder wo sie vertrieben werden.

baugerüst:
Wie lernen Kinder und Jugendliche ihren Sozialraum kennen?

Sturzenhecker: In einem Stadtteil oder in einem Dorf gibt es die unterschiedlichsten Räume, in denen Menschen oder Kulturen bzw. Teilkulturen zusammen leben. Sie alle leben in diesem Raum, handeln darin und erzeugen ihn damit. Die Menschen stehen in diesem materiellen Ort, den ich Kommune nenne, miteinander im Bezug und teilen sich diesen mit anderen Kulturen. Dabei geht es dann immer um zwei Grundfragen: nämlich um Arbeit und um Verständigung. Deshalb ist es wichtig, die einzelnen Kulturen, die anderen Beteiligten an einem sozialen Ort zu kennen, um dann gemeinsam in eine kommunale gegenseitige Verständigung treten zu können.

baugerüst: Die Beteiligten müssen wissen, wer die anderen sind.

Sturzenhecker: Ja, sie müssen wissen, wer ist noch hier an diesem Ort, was tun bzw. arbeiten die anderen, wie sehen sie die Welt, wo sind die Konflikte, wo haben wir gemeinsam etwas zusammen zu entscheiden.

baugerüst: Die in einem Sozialraum zusammenlebenden Menschen interpretieren dann diese Kommune durchaus unterschiedlich.

Sturzenhecker: Alle betrachten erst einmal ihre eigene lebensweltliche Perspektive als die normale, als die selbstverständliche. Wenn Menschen aber aus dieser Perspektive andere gar nicht sehen oder sich beschränken und dadurch vermeiden, andere wahrzunehmen, dann kann das zu einem Problem werden.

baugerüst: Werden die anderen nicht wahrgenommen, kommt es zu Konflikten.

Sturzenhecker: Na ja, wenn es zum Konflikt kommt, dann nimmt man sich ja schon wahr. In bestimmten materiellen Orten sind die Konflikte mit anderen nicht vermeidbar. Unsere Studien in Hamburg zeigen, dass Kinder und Jugendliche sehr genau beschreiben können, welche Konflikte es lokal gibt. Sie berücksichtigen die räumlichen Machtverhältnisse, um dort überhaupt handeln zu können.
 
baugerüst: Es gibt dann unterschiedliche Deutungen zur Nutzung des Raumes.

Sturzenhecker: Ja, die eigene lebensweltliche Perspektive enthält immer Antworten auf folgende Fragen: Was kann ich tun? Was mache ich wie mit den anderen? Wo sind Probleme? Was geht hier nicht? Das ist der eigene Blickwinkel, der dann auf andere Perspektiven und andere Handlungen trifft. Es ist aber nicht selbstverständlich, dass das eigene Handeln ein solches Erkennen und Kooperieren mit anderen einschließt.

baugerüst: Geschieht das dann in einem demokratischen Aushandlungsprozess?

Sturzenhecker: Idealerweise schon. Kinder und Jugendliche könnten zum Beispiel feststellen: „ Wir möchten laute Musik hören. Ach, ihr lebt ja auch hier und für euch ist das nervig. Ja, was machen wir denn jetzt?“ Und wenn dann die Anwohner*innen darauf antworten würden, könnte ein Aushandlungsprozess zustande kommen. Stattdessen wissen die Kids zum Beispiel in der Altona Altstadt, dass sie vertrieben werden, Polizei gerufen wird, wenn sie irgendwo auftauchen, noch bevor sie laut sind oder Dreck hinterlassen.

baugerüst: Kinder und Jugendliche bewegen sich in verschiedenen Räumen in ihrem Viertel, in dem Jugendzentrum, in der Schule, das sind doch ganz unterschiedliche Sozialräume.

Sturzenhecker: Ja, es sind immer verschiedene Orte an Orten, in einem Stadtteil, in einem Dorf, in einer Kirchengemeinde. Auch eine Kirchengemeinde hat die verschiedensten Orte.

baugerüst: Sie sagten, der Bezugsrahmen ist zunächst einmal der materielle Ort an dem ich lebe. Aber oft haben Menschen ihre sozialen Räume gar nicht an dem Ort, an dem sie wohnen.

Sturzenhecker: Der Zusammenhang des Sozialen und Räumlichen ist die Basis unseres Lebens. Wenn ich aber gar nicht weiß, in welcher Kommune ich Mitglied bin, wo der Ort ist, an dem bzw. mit wem ich etwas machen kann; wenn ich nicht weiß, wer sind denn die anderen, wen gibt es noch hier, dann ist das durchaus ein Risiko für mich selber, weil man nie weiß, wer mit wem an diesem Ort etwas zu tun hat und wer was entscheidet. Dann wird die Situation total fluide und es herrscht irgendwer, aber man selbst ist daran nicht beteiligt Das wird dann auch zu einem Risiko für die Demokratie.

baugerüst: Gibt es da auch die Verlagerung hin zu virtuellen Sozialräumen?

Sturzenhecker: Es gibt die Gleichzeitigkeit  von virtuellen und realen Räumen. In Jugendzentren habe ich beobachtet, dass viele Kids sich Welten in Minecraft, diesem Spiel aus pixeligen Bausteinen konstruieren. Es gibt auch ein Jugendzentrum, das doppelt existiert, virtuell in Minecraft und in der Welt der realen Körper und Räume. In dem Spiel wird das Jugendzentrum entworfen und in die realen Verhältnisse transportiert. Die Kids nutzen dieses Spiel, um Entscheidungen in der realen Welt umzusetzen, die natürlich etwas komplexer sind, als im Spiel. Real leben die Mädchen und Jungs, die unterschiedlichen Religionen und Kulturen vor Ort zusammen.  Diese Teilkulturen müssen irgendwie miteinander klarkommen. Obwohl die Jugendlichen über soziale Medien kommunizieren, hat die echte Situation vor Ort eine höhere Relevanz. Hier leben meine Freunde, hier müssen wir irgendwie zusammen klarkommen.

baugerüst: Was hat sich verändert?

Sturzenhecker: In der Großstadt beobachten wir eine Tendenz zur Privatisierung. Die Jugendlichen halten sich gar nicht mehr auf der Straße auf, weil es zu riskant geworden ist, vertrieben zu werden. Oder sie ziehen wegen dieser Gefahr umher. Lange bevor sie vor Ort Druck bekommen, sind sie schon wieder verschwunden. Diese Nomadisierung hat aber zur Folge, dass sie Entscheidungen gar nicht mitbekommen. Denn wo und wie entscheidet der Nomade einen Konflikt mit den Sesshaften?

baugerüst: Welche Impulse erhalten Kinder und Jugendliche, wenn sie sich mit ihrem Sozialraum auseinandersetzen?

.....

Weiterlesen in Heft 1/18

nach oben

Autorinnen und Autoren

Ralf Brennecke, Vogt
Jugendpfarrer

Dr. Ulrich Deinet, Düsseldorf
Professor

Peter Dienst,
Rummelsberg
Diakon und Dipl.Sozialpädagoge

Dr. Bernhard Haupert,
Mainz
Professor

Johannes Höflinger, Mannheim
Pfarrer

Rebecca John Klug, Essen
Pfarrerin

Dr. Ralf Kötter, Schwerte
Pfarrer und Dozent

Lennrat Meißner, Bad Liebenzell
Jugendpfarrer

Dr. Andreas Mertin, Hagen
Publizist und Medienpädagoge

Ingo Schenk, Kaiserslautern
Referent Evang. Jugend Pfalz

Wolfgang Schindler, Josefstal
Dipl. Pädagoge

Dr. Claudia Schulz, Ludwigsburg
Professorin

Dr. Bernhard Sturzenhecker, Hamburg
Professor

Ulla Taplik, Darmstadt
Referentin Evang. Jugend EKHN

Dr. Katrin Valentin, Nürnberg
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Uli Willmer, Nürnberg
Pfarrer

nach oben