das baugerüst 2/10 Dialog der Religionen

Inhalt

  • hintergrund
    Ronald Pokoyski: Religion und Kultur
    Peter Sandmeyer: Warum glauben wir?
    Karl Gabriel: Religiöser Pluralismus und Patwork-Religiosität
    Felix Körner SJ: Zeugnis im Dialog
    Das Gespräch mit Muslimen
    Ayla Satilmis: Dialog auf Augenhöhe?
    Anmerkungen zu Schieflagen im interreligiösen und interkulturellen Austausch
  • kontrovers
    Thomas Schirrmacher: Die Gnade der Frohen Botschaft annehmen
    Im Zentrum des christlichen Glaubens steht die Frage nach dem Heil und dem  Heilsweg
    Klaus-Peter Jörns: Gott will die Vielfalt
    Notwendige Abschiede auf dem Weg der Religionen in eine gemeinsame Herkunft
  • gespräch
    Zu was bewegt mich meine Religion?
    Ein Gespräch mit Hamideh Mohagheghi über das Verbindende der
    Religionen, über die Angst vor dem Islam und notwendigen Reformen

  • forum
    Die sechs Weltreligionen
    Judentum, Christentum, Islam, Buddhismus, Hinduismus, Taoismus und Konfuzianismus
    Hans Martin Gloël: „Mich hat Jesus nicht erlöst"
    Christ und Muslim im Gespräch über Gott und den Menschen
    Christine Tröger: Shalom, Grüß Gott, Salam - Mit Neugierde und Respekt
    Interreligiöse Bildungsolympiade in München
    Haringke Fugmann: Muslimen eine evangelische Kirche erklären
    Michaela Hillmeier: Mit fremden Augen sehen
    Multireligiöse Stadtrallye und Workshops
    Katrin Kuhla/ Michaela Hillmeier: Hey, was glaubst denn Du!?
    Interkulturelles Seminar zur Vielfalt von Religionen,Glaubens- und Wertvorstellungen

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Wolfgang Noack: Eine Reise zu den Religionen der Welt

Einführung in das Heft

Der 14-jährige Theo ist krank, die Ärzte ratlos. Eines Tages kommt seine Tante Marthe zu Besuch und lädt den Jungen zu einer Weltreise ein. Keine normale Reise, vielmehr eine Reise zu den Religionen der Welt. Von Paris aus gelangen sie nach Jerusalem und Kairo, weiter auf den indischen Subkontinent, dann nach Jakarta, Tokio, einige afrikanische Länder und landen schließlich in Nord- und Süd-amerika. Ein Jahr lang sind die beiden unterwegs bis sie in Athen wieder auf ihre aus Frankreich angereiste Familie treffen. Catherine Clément hat diese Geschichte in „Theos Reise“ (1) aufgeschrieben. Ein Jugendbuch und eine erkenntnisreiche Lektüre für Erwachsene.

Nun muss man erst einmal so eine Tante haben, die an jedem Ort dieser Welt kundige Führer kennt, die Auskunft über ihren Glauben geben können: vom Judentum bis zum Schamanismus, von der Urkirche, den Buddhisten und vielen anderen Religionen mehr. „Was hat dir diese Weltreise zu den Religionen gebracht?“ fragt Marthe Theo am Athener Flughafen. „Auf der Reise habe ich ein paar Sachen aufgeschrieben“ beginnt Theo seine Erkenntnisse“, „und ab und zu auch Zeichnungen gemacht. Die letzte ist einfach nur ein Baum. Ich werd´s dir erklären. Die Religionen sehe ich als die Äste eines Baumes. Ein einziger großer Baum mit gewaltigen Wurzeln, die unter der ganzen Erde entlangwachsen. Sie wachsen alle in dieselbe Richtung, zum Himmel. Hier kommt der Stamm ganz gerade und sauber aus der Erde. Der Baum ist ein afrikanischer Affenbrotbaum, weil man auf die Rinde schreiben kann, was man will. Lies selbst: ‚Gott ist für das Wohl des Menschen’ steht auf dem Stamm“.

Die Religionen, so die Erkenntnis des Jungen nach der Reise, sind Äste des einen großen Baumes. Für Klaus-Peter Jörns, Theologieprofessor und Autor des Buches „Notwendige Abschiede“, hat „Gott mit allen Religionen zu tun“, von Anfang der Schöpfung an. „Es gibt zwar eine Vielzahl von Gottesvorstellungen - personale und nicht personale - und eine Vielzahl von Gottesnamen. Aber alle sind Erscheinungsformen, besser: Wahrnehmungsgestalten Gottes“. Für Jörns haben alle Religionen eine gemeinsame Herkunft. Die Unterschiede beschreibt er mit dem Blick durch ein Kirchenfenster: Von innen sehen wir Farben und Formen. Aber das, was wir sehen können, hängt von dem Licht ab, das durch die einzelnen Scheiben und Farben des Fensters gebrochen wird. „Die ganze Religionsgeschichte ist die eine, universale Wahrnehmungsgeschichte Gottes“ und so werden aus Religionen „unterschiedliche Konfessionen des Glaubens an Gott“ (siehe Klaus-Peter Jörns, „Gott will die Vielfalt“, Seite 50 in diesem Heft. Diese Sicht wird nicht von allen geteilt. Darum führen wir hierzu in dieser Ausgabe eine Kontroverse. Siehe Beitrag von Thomas Schirrmacher „Die Gnade der Frohen Botschaft annehmen" auf Seite 44).

„Gott ist für das Wohl der Menschen“ schreibt Theo auf die Rinde des Baumes. Gar nicht so weit entfernt von dem „Projekt Weltethos“, das der Tübinger Theologe Hans Küng 1990 entwickelte. Küng geht es darin nicht um eine Einheitsreligion, wohl aber braucht die Weltgesellschaft für ihn „verbindliche Normen, Werte, Ideale und Ziele“. Religionen so verschieden sie auch sind, schreibt Küng „antworten doch alle auf ähnliche Grundfragen des Menschen: Woher kommt die Welt und ihre Ordnung? Warum sind wir geboren und warum müssen wir sterben? Was bestimmt das Schicksal des Einzelnen und der Menschheit? Wie begründet sich das sittliche Bewusstsein und das Vorhandensein ethischer Normen?“ Alle Religionen bieten über Weltdeutungen hinaus ähnliche Heilswege an: Wege aus der Not, aus dem Leid und der Schuld des Daseins, durch sinnvolles und verantwortungsvolles Handeln in diesem Leben, hin zu einem dauernden, bleibenden ewigen Heil.

Müssen nun alle Menschen koscher ihre Speisen zubereiten, einmal im Leben nach Mekka reisen, sich im Ganges reinwaschen, Ganesha und Shiva opfern oder Gott als den Dreieinigen sehen? Wohl kaum. Die Fähigkeit zu interreligiösen Begegnungen und zum interreligiösen Dialog hängt aber von der eigenen religiösen Selbstdeutung ab. Was sind meine eigenen religiösen Wurzeln? Was ist in meiner eigenen Religion lebensdienlich, was überzeugt mich und wovon kann oder will ich mich befreien, weil es Interpretationen sind, die mit Ursprung und Kern nichts zu tun haben (notwendige Abschiede)? Die Auseinandersetzung mit der eigenen Religion ist spannend und führt unweigerlich zum Dialog. Fast alle Menschen auf der Welt glauben an etwas, haben ihre Religion. Nicht wenige unterwerfen sich ihrem Glauben, leiden darunter. Nicht alles ist lebensdienlich.

Wer wie Theo durch die Welt reist, muss sich den Religionen stellen. Der Dialog führt dann zu dem Baum mit den gewaltigen Wurzeln.
Übrigens: Theo wurde auf der Reise wieder gesund.

(1) Catherine Clément, Theos Reise. Roman über die Religionen der Welt. dtv, Reihe Hanser.

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Johannes Lähnemann: Der Dialog der Religionen

Die Frage, ob und wie ein Dialog der Religionen geführt werden soll, ist gegenwärtig nicht mehr nur eine theologische Frage, sondern ebenso eine politische und pädagogische, ja auch eine ökonomische und ökologische.
Bereits 1988 hat der katholische Theologe Hans Küng (damals beim 3. Nürnberger Forum „Weltreligionen und Friedenserziehung“) die These vertreten: Kein Weltfriede ohne Religionsfriede! Und er hat diese These später im Zusammenhang mit dem von ihm initiierten Projekt Weltethos präzisiert und weitergeführt:
- Kein Frieden unter den Nationen ohne Frieden unter den Religionen
- Kein Frieden unter den Religionen ohne Dialog zwischen den Religionen
- Kein Dialog unter den Religionen ohne Grundlagenforschung in den Religionen.(1)
Man hat oft gemeint, diese Thesen seien zu einseitig und zu pauschal.
Aber Küng hat diese Thesen nie einlinig gemeint, so, als ob sich aus dem Dialog der Religionen automatisch der Religionsfriede ergeben würde, oder aus dem Religionsfrieden automatisch der Weltfriede. Ihm ist klar, dass es viele weitere Faktoren in diesem Feld gibt: Machtstrukturen, wirtschaftliche Bedingungen, das Verhältnis von Mehrheiten und Minderheiten, der Kampf um vorhandene Lebensressourcen, die Möglichkeiten der Bildung und vieles mehr.
Aber er beobachtet mit Recht, dass es nahezu keinen Krieg und Konflikt, aber auch Spannungen in den Gesellschaften vieler Länder ohne religiöse bzw. weltanschauliche Implikationen gibt, und dass die religiösen Motive, Empfindungen und Slogans den Auseinandersetzungen oft die eigentliche Schärfe und Unerbittlichkeit verleihen.
Es braucht die Arbeit am Religionsfrieden, um dem Ziel des Weltfriedens näher zu kommen. Es braucht den Dialog zwischen den Religionen, um dem Religionsfrieden näher zu kommen. Und es braucht Grundlagenarbeit in den Religionen, eine Interpretation des eigenen Glaubens im Blick auf die Anderen und die so plural gewordene Welt, um dialogfähig zu werden.
Neue Dringlichkeit haben diese Maximen vor dem Hintergrund der umstrittenen, aber ungeheuer wirksamen These des amerikanischen Politologen Samuel Huntington erhalten, dass der „Clash of Civilisations“, der „Zusammenprall der Kulturen“  die vorrangige Konfliktursache im 21. Jahrhundert sein würde. Sie verlangt geradezu nach einem „Dialog der Kulturen“. Und seit den Anschlägen auf das World Trade Centre in New York am 11. September 2001 steht diese Herausforderung unübersehbar auf der politischen Agenda. Dialog der Religionen ist eine Notwendigkeit global, national, aber gerade auch lokal, vor Ort!
Denn auf allen Ebenen gibt es noch gravierende Defizite in diesem Feld. Ich nenne:
-    Fremdheit
-    Nichtwissen
-    einseitige, fehlerhafte Informationen
-    falsche Vorurteile
-    Wahrheitsansprüche, die einander ausschließen, und schließlich
-    geschichtliche Belastungen (wie etwa Kreuzzüge und Kolonialismus aus Sicht von Islam und Hinduismus, Eroberungswellen des Islam aus Sicht des Christentums, Antisemitismus aus Sicht des Judentums), die oft über Jahrhunderte, ja Jahrtausende nachwirken und von manchen Kräften gezielt kultiviert werden.

Wie soll der Dialog geführt werden?

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Ronald Pokoyski: Religion und Kultur

Oder: Wie Fundamentalismus entstehen kann

Wie ein Mensch seine Religion erlangt, scheint zumindest in einer Hinsicht zurzeit als relativ sicher. Geboren wird ein Kind nicht mit einer bestimmten Präferenz für eine Religion. So ist beispielsweise ein  Christentums- oder Buddhismu-Gen bisher nicht gefunden. Jedes menschliche Individuum erwirbt seine Religion oder Nichtreligion also nicht auf biologische Weise durch ein Gen. Vielmehr wird jedes Kind in eine Kultur und somit in eine Umwelt mit einer spezifischen Religion hineingeboren. Die eigene religiöse Prägung erhält es in den ersten Lebensjahren, in denen es vorwiegend durch die Eltern geprägt wird. Später spielt dann die das Kind umgebende soziale Umwelt eine wesentliche Rolle bei der Ausprägung der eigenen Religiosität. Heute, wo die meisten Menschen einem regelrechten Marktplatz an Religion ausgesetzt sind, kann eine durch die Eltern vorgeprägte Religion im späteren Leben entweder weiter vertieft oder aber auch genauso leicht abgelegt und durch eine neue oder - wenn gewünscht - keine Religion ersetzt werden.Ist Religion ein Teilbereich der menschlichen Kultur?

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Klaus-Peter Jörns: Gott will die Vielfalt

Notwendige Abschiede auf dem Weg der Religionen in eine gemeinsame Herkunft

Der Eine Gott der monotheistischen Religionen ist für alle auch der Schöpfer der Welt. Nun glauben alle nominell an die Einheit und Einzigkeit Gottes, aber wir leben in Religionen, deren Gottesvorstellungen auf der personalen Ebene nicht deckungsgleich sind, ja, sich auszuschließen scheinen. Jahwe bzw. Adonai soll nicht Allah sein, und keiner von beiden soll identisch sein mit dem trinitarischen Gott der Christen. Vor allem die Tatsache, dass der Mensch Jesus in diese Trinität aufgenommen worden ist, sprengt die Toleranzbereitschaft der anderen beiden Religionen.

Der eine Gott und die Vielfalt der Religionen

Wären sich die abrahamitischen Religionen darin wirklich und konsequent einig, dass Gott nur einer sein kann und ist, hätten sie keinen Hochmut und keinen Hass auf die anderen verbreitet. Es liegt nicht am Monotheismus schlechthin. Sondern daran, dass man glaubt, dass der eigene Gott, dass jeweils unser Gott, der einzige ist.  Oder: Allein unser Gott ist Gott, oder: Der einzige Gott ist unser Gott. Es ist also ein Glaube, der Monotheismus und die Urform des Ethnozentrismus miteinander verschmilzt. Denn der Ethnozentrismus sieht stets das Eigene als das Eigentliche, Wahre, Gemeinte an. Deshalb verbindet sich die Vorstellung, erwählt zu sein, auch gerne mit der Verwerfung der Nichterwählten.

Dass dieses Problem von allergrößter Bedeutung ist, betrifft nicht nur das Verhältnis der abrahamitischen Religionen untereinander - zumal die Erwählungsvorstellung bereits aus dem Alten Ägypten stammt. Sondern die Religionen haben in der Geschichte mit dieser Verbindung aus Monotheismus und Ethnozentrismus ein Denk- und Handlungsmuster etabliert, das die Religionsfreiheit oft genug auch heute noch selbst da behindert, wo sie auf dem Papier gewährt wird - nämlich durch den Fremdenhass und durch verweigerte Integration. Gelöst werden kann das Basis-Problem, dass der Monotheismus durch den Ethnozentrismus verfälscht worden ist, nur, wenn die Religionen den Glauben an die Einheit und Einzigkeit Gottes endlich ernst nehmen und jede für sich darüber Auskunft geben wird, was die Vielfalt der Religionen und ihrer Konfessionen mit dem Einen Gott zu tun hat, an den sie formal glauben. Die Antwort kann dann natürlich nicht mehr im Ausdruck des Bedauerns bestehen, dass es eine Pluralität der Religionen und Konfessionen überhaupt gibt. Sondern sie muss so mit Gott verbunden werden, dass die angesprochene Vielfalt und Vielzahl eine dem Glauben an die Einheit Gottheit angemessene positive Bedeutung erhält. Nur so wird nach meinem Verständnis die Gottheit Gottes ernst genommen werden. Denn zu ihr passt es einfach nicht, zu sagen, die Vielfalt der Religionen und ihre geschichtlichen Einflüsse aufeinander sei von Gott nicht gewollt. Er stünde als der Blinde und Ohnmächtige in der Geschichte da. Zu sagen, Gott hätte die Diversifizierung der Religionen nicht gewollt, könnte man logischerweise überhaupt nur dann ernsthaft erwägen, wenn die monotheistischen Religionen zuerst in der Geschichte dagewesen wären. Das Gegenteil aber ist der Fall.

Glaube hat Geschichte

Alle monotheistischen Religionen sind, von der altägyptischen angefangen, auf dem Boden polytheistischer Vorgängerreligionen entstanden. Alle drei Religionen nehmen Überlieferungen auf, die schon weit vor den jüdischen Überlieferungen entstanden sind.

Glaube, und dazu gehören nun einmal die theologisch reflektierten Glaubensvorstellungen, Glaube hat Geschichte. Religionsgeschichte ist eine Geschichte der permanenten Erinnerung von Geschichten, und im Prozess jeder Erinnerung werden die überlieferten Geschichten verändert, umgeschrieben. Gegen die Veränderungen des Lebens gibt es keinen Schutz, zumal wir glauben, dass dieser Eine und Einzige Gott in jeder Gegenwart gegenwärtig ist.
Nach der Antwort auf die Frage zu suchen, was die Vielfalt der Religionen positiv mit dem Einen Gott zu tun hat, halte ich für eine unabweisbare Aufgabe, die sich uns stellt. Sie ist der erste und grundlegende Teil der Arbeit am religiösen Gedächtnis der Menschheit, der uns aufgegeben ist. Wenn die Religionen sich ihr weiterhin verweigern, weichen sie angesichts der für sie allesamt beschämenden Geschichte ihrer Verantwortung für den Frieden und den Schutz des Lebens aus. Dann wird sich auch die Religionsfreiheit nicht weiter entwickeln können. Denn dazu bedarf es eines neuen Bewusstseins der Gläubigen: des Bewusstseins, trotz aller Unterschiede, die es zwischen den Religionen gibt, im Glauben an die Einheit und Einzigkeit Gottes zusammenzugehören.

Die Herkunft ist der eine Gott

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Zu was bewegt mich meine Religion?"

Ein Gespräch mit Hamideh Mohagheghi über das Verbindende der Religionen, über die Angst vor dem Islam und notwendigen Reformen

baugerüst: Allah, Gott, Jahwe - haben alle Religionen die gleiche Herkunft und sind nur eine unterschiedliche Wahrnehmung des einen Gottes?

Mohagheghi: Nach meiner Überzeugung ist der Ursprung aller Religionen der gleiche und derselbe Gott, der seine Botschaft in unterschiedlichen Zeiten den Menschen durch seine Gesandten und Auserwählten vermittelt hat. Ursprung und Kern sind gleich, nur die Ausformung und wie die Menschen die Religion wahrnehmen sind unterschiedlich. Für mich ist es immer der gleiche Gott, zu dem aber Menschen unterschiedliche Traditionen und Zugänge haben.

baugerüst: Wie hilft der Islam das schwere Leben zufrieden und glücklich zu gestalten. Was ist lebensdienlich am Islam?

Mohagheghi: Wenn man den Islam richtig lebt ist das Gottvertrauen, das man in dieser Religion sehr persönlich erfährt und erlebt, eine Kraft, die Menschen hilft, durch schwierige Lagen des Lebens gehen zu können. Der Kern dieser Religion ist für mich das Gottvertrauen. Das heißt aber auch, dass der Mensch aktiv sein muss. Er hat Verantwortung für diese Welt. Durch den Glauben an Gott und das Vertrauen schöpft er Kraft, um im Leben seiner Verantwortung gerecht zu werden.baugerüst: Wie kann der Islam mit seinen Vorstellungen vom  Zusammenleben zum Überleben der Menschen beitragen? Was sind die ethischen Vorstellungen? Mohagheghi:  Alles was existiert kommt von Gott - Menschen, Schöpfung, Tiere. Sie alle tragen eine von Gott gegebene Würde. Der Mensch ist verpflichtet, sorgfältig und mit Respekt diese Schöpfung zu betrachten und mit ihr umzugehen. Wir  können gut auf dieser Welt leben, wenn wir sorgsam mit den Ressourcen umgehen, die Schöpfung dankbar nutzen und nicht ausnutzen.

baugerüst: Menschen die zum Islam konvertieren, bewerten die klaren Strukturen und die Gemeinschaft positiv.

Mohagheghi: Die Gemeinschaft ist wichtig. Sie kann aber auch zu einer Kontrollinstanz werden, die den Menschen vorschreibt wie sie ihre Religiösität zu leben haben.  Für diejenigen, die aus einer sehr stark individualisierten Kultur kommen, die zu Einsamkeit der Menschen geführt hat, kann das Leben in einer Gemeinschaft natürlich sehr faszinierend sein.

baugerüst: Muss man sich in dieser Religion sein Leben nicht selber basteln, sondern kann einfach nur glauben?

Mohagheghi: Theologisch sehe ich es nicht so, dass im Islam alles so klar und deutlich ist. Wenn man als religiös frommer Mensch leben will, hat man zwar bestimmte Rituale zu erfüllen, aber das allein ist eben nicht alles. Auch die Rituale - fünfmal am Tag beten, einen Monat im Jahr fasten und die Abgabe zahlen - haben eine Bedeutung und einen Sinn. Sie müssen die gesamte Einstellung, Haltung und Handlung der Menschen prägen und vor schlechten Einflüssen bewahren. 

baugerüst: In den christlichen Religionen wird unterschieden zwischen Gläubigen und Menschen, die nur noch formal in der Kirche sind. Gibt es im Islam diese Unterscheidung auch?

Mohagheghi: Der Islam ist ja keine Institution und kennt den Begriff der Mitgliedschaft nicht. Der Glaube ist praktisch eine Privatangelegenheit zwischen Gott und dem Menschen. Es ist auch nicht Aufgabe der Menschen zu beurteilen, ob jemand gläubig ist oder nicht. Es gibt Muslime, die sagen, dass sie Kulturmuslime oder säkulare Muslime sind und damit meinen sie, dass sie in dieser Tradition geboren sind, aber sich nicht an die Rituale der Religion halten. Für sie sind die Rituale wie Beten und Fasten nicht notwendig bzw. sind überholt.

baugerüst: 40 Prozent der Deutschen haben Sorge, dass sich der Islam hierzulande zu stark ausbreitet. Warum glauben Sie, haben viele Menschen hierzulande Angst vor dem Islam?

Mohagheghi: Die Angst der Menschen ist durchaus verständlich, wenn man den Islam nur durch bestimmte Bilder, die in den Medien vermittelt werden betrachtet. Diese Angst entsteht auch durch die weltweiten Aktivitäten von bestimmten fanatischen und radikalen Richtungen des Islam. Auch als Muslima habe ich manchmal Angst vor derartigen Muslimen. Wenn die Medien aber nur das Bild von einem gewalttätigen Islam vermitteln, der sich immer mehr ausbreitet, wird es für manche schwierig sein, eine Unterscheidung zu machen was wirklich „islamisch“ ist und was nicht. Die Rolle der Medien und auch der Politik sehe ich als sehr bedeutend in dieser Diskussion. baugerüst: Liegt diese Antiislameinstellung nur an der medialen Darstellung?

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Martin Affolderbach: Interreligiöser Dialog in der Jugendarbeit

Wer in diesen Monaten die öffentlichen Debatten und Grundsatzartikel in großen Zeitungen verfolgt, trifft auf heftige Kontroversen um das angemessene Verhältnis zum Islam. Hier werden nicht nur Einschätzungen und Meinungen ausgetauscht, sondern es prallen oftmals Emotionen aufeinander, die einen Kampf um Grundwerte und Kulturen in globalen Dimensionen zu sehen meinen. So sind die Argumente oft kräftig und heftig. Weit reichende historische und politische Zusammenhänge werden ins Spiel gebracht und die Verwobenheit von Religion und Politik befragt. Macht es einen Sinn, dass sich evangelische Jugendarbeit in ein so schwieriges Feld interreligiöser Fragen begibt? Was spricht dafür? Was kann Jugendarbeit Sinnvolles in diesem Feld tun?

Die Ausgangssituation evangelischer Jugendarbeit ist die eigentlich selbstverständliche Feststellung, dass sie mit Jugendlichen arbeitet, die in dieser heutigen Gesellschaft aufwachsen. Diese Gesellschaft ist heute multikultureller, multireligiöser und globaler als sie es je war. Evangelische Jugendliche leben im Alltag wie selbstverständlich mit Jugendlichen anderer christlicher Konfessionen und Richtungen zusammen, mit muslimisch geprägten Jugendlichen, mit Jugendlichen eines anderen religiösen Hintergrundes und nicht zuletzt auch mit Jugendlichen, die zu keiner Religion eine Beziehung haben. Dass die Zahl der jeweiligen Jugendlichen und die Präsenz der jeweiligen Religionen sehr unterschiedlich sein können und in städtischen Ballungsräumen ganz anders aussehen als in manchen ländlichen Regionen, stellt diese grundsätzliche Beschreibung nicht in Frage.

Mitten in der Gesellschaft

Vor diesem Hintergrund legt sich die These nahe, dass interreligiöser Dialog keine irgendwann noch dazukommende, additionale Aufgabe ist, die man sich in einer Jugendgruppe einmal vornehmen könne, wenn noch Interesse und Zeit bleiben. Dieses Aufgabenfeld ist vielmehr eine selbstverständliche Dimension, weil der Alltag in dieser Gesellschaft und damit das Lebensumfeld Jugendlicher multireligiös und multikulturell geworden sind. Diese Situation kann nur eine Jugendarbeit ignorieren, die sich auf eine mentale Insel begibt und sich abschottet. Evangelischer Jugendarbeit ist dies von ihrem Selbstverständnis her verwehrt; denn bereits in den 1960er Jahren hat sie sich mit Berufung auf Dietrich Bonhoeffer dazu bekannt, dass sie Jugendlichen zu einem mündigen Christsein in der modernen Gesellschaft verhelfen will. Dies kann nur gelingen, wenn sie sich immer wieder neu der Frage nach dem Christsein im Alltag der Welt stellt.

Die Shell Jugendstudie von 2006 hat die religiösen Einstellungen von Jugendlichen untersucht und festgestellt, dass für Jugendliche in Deutschland typisch sei, dass sie die Institution Kirche zwar im Grundsatz bejahen, dem christlichen Glauben aber wenig Relevanz für das eigene Leben zuerkennen. Nur wenige Jugendliche haben eine enge Beziehung zu einem kirchlich-christlich geprägten Glauben. Die Studie spricht für westdeutsche Jugendliche von einer „Religion light“, die aus vielen Patchwork-Elementen bestehe, wogegen viele Jugendliche im Osten Deutschlands keine Beziehung zu einer Religion haben. Anders sei es bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund, die eine stärkere religiöse Bindung aufweisen und dies unabhängig davon, ob es sich um ein muslimisches oder christliches Milieu handelt.

Diese Analyse macht deutlich, dass die simple Einteilung hier Christentum dort die anderen Religionen, allen voran der Islam, eine sachlich unzutreffende Vereinfachung ist. Die Beschreibung muss neben der Zugehörigkeit zu der einen oder der anderen Religion auch die Tatsache der Lebensentwürfe ohne Religion berücksichtigen und in einer dritten Dimension die Tatsache der Prägung durch einen anderen Kulturraum, der nicht in dem uns vertrauten Maße durch Aufklärung und Säkularisierung beeinflusst ist.

Religion und Kultur

„Interreligiöser Dialog“ ist ein wuchtiger Begriff, in dem die einen - möglicherweise dem Konzept des Welt-ethos von Hans Küng folgend - eine der größten Friedensaufgaben der globalisierten Menschheit sehen, andere wiederum Gefahren einer multikulturellen Vermischung befürchten oder das Einfallstor für rückwärts gewandte und die Moderne ablehnende Ideologien und Fundamentalismen vermuten. In der Tat kann man in diesen Begriff viele Bedeutungen hineinlegen, die ihn diskreditieren. Man kann aber auch versuchen, einen positiven Gehalt herauszuschälen und die Schattierungen der Worte näher betrachten.

Wenn man von „Religion“ spricht, sind natürlich zunächst einmal die großen Weltreligionen gemeint. Doch diese existieren in sich wiederum in der Vielfalt von Konfessionen und regionalen Prägungen. Die Vielgestaltigkeit, die man von altorientalischen und orthodoxen Kirchen, über die katholische Weltkirche bis zu reformatorischen Kirchen, Freikirchen und pfingstlerischen Gruppen für das Christentum feststellen kann, muss man dem Buddhismus, dem Judentum, dem Islam und anderen Religionen auch zugestehen. Zudem sind viele Religionen zugleich auch Kultur. Wiederum kann es nicht verwundern, dass Religionen in einem bestimmten Kulturraum manche Gemeinsamkeiten aufweisen. Kulturen transportieren auch Werte und Weltanschauungen, deren Grenzen zu den Religionen oft fließend sind. Die Vielfalt nimmt noch zu, wenn man bedenkt, dass jeder Mensch sich Religion, Kultur, Werte und Überzeugungen in unterschiedlicher Weise aneignet und zu eigen macht und sich dies im Laufe seines Lebens zudem noch stark wandeln kann.

Der Begriff „interreligiös“ signalisiert zunächst, dass zwei oder mehr sonst getrennte Entitäten miteinander ins Spiel kommen, indem sich Menschen zwischen Religionen auf der Grenze oder als Grenzgänger bewegen. In der Realität sind jedoch die jeweiligen Seiten in sich auch sehr vielschichtig und die Grenzen verschwommen. Das zeigt auch die Tatsache, dass es viele Menschen gibt, die mit oder zwischen zwei Kulturen leben. Gerade Migranten sind dieser Anforderung ausgesetzt und müssen oftmals eine „kulturelle Mehrsprachigkeit“ entwickeln, die sie nicht selten in innere und äußere Spannungen und Konflikte führt.

Bei „Dialog“ mag mancher an die Streitgespräche Platons denken, bei denen es sich nicht nur um belanglose Unterhaltung, sondern um anspruchsvolle Gespräche handelt, die der Wahrheit auf den Grund gehen wollen. „Dialog“ wurde von Platon als ein Weg zur Erkenntnis des wahren Wesens von Gott und Welt verstanden. In der neuzeitlichen Philosophie (vor allem bei Gotthold Ephraim Lessing) verbindet sich mit diesem Begriff die Frage, wie in einer multireligiösen Welt Wahrheitsanspruch und Toleranz miteinander vereinbart werden können.

Vier Aufgaben für die Jugendarbeit
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Hans Martin Gloël: „Mich hat Jesus nicht erlöst“

Der Muslim Moshtagh Zaherinezhad (24), Student der islamischen Religionspädagogik und der Christ Rainer Neußer (29), Student der Arabistik/Islamwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften, sind seit Jahren im Bibel-Koran-Kreis des Begegnungszentrums Brücke - Köprü in Nürnberg. Im Gespräch mit Pfarrer Hans-Martin Gloël, dem Leiter des Begegnungszentrums, reflektieren sie das Verhältnis von Gott und Mensch und wie es im Dialog behandelt wird. 

Der Inhalt der größten Feste in Christentum und Islam sagt etwas über das Verhältnis von Gott und Mensch aus. Was bedeutet euch das, was da gefeiert wird?

Rainer:
Für mich ist Ostern das größte Fest im Jahr; nicht Weihnachten, das landläufig als das Wichtigere gilt.
An Karfreitag und Ostern ist mir wichtig die Hingabe von Jesus an den Menschen und die Zusage Gottes an den Menschen.

Moshtagh:
Was meinst du damit?

Rainer:
Gott überlässt seinen einzigen Sohn den Menschen, überlässt ihn ihrer Gewalt. Die Grausamkeit, die da passiert, steht für den Graben zwischen Gott und Mensch - und so muss Jesus durch den Tod gehen. Der Tod ist das Sinnbild dieser Trennung von Gott und Mensch. Durch die Auferweckung am dritten Tag überwindet Gott diese Trennung.

Für mich symbolisiert das Osterfest die zentrale Zusage Gottes an den Menschen: Du bist nicht perfekt, ja oft voller Gewalt, aber in Jesus begebe ich mich da mitten rein und will das Trennende überwinden.

Beim islamischen Opferfest geht es auch um Gewalt und darum, dass Gott sie nicht will. Moshtagh, was sagt dir dieses Fest über das Verhältnis von Gott und Mensch?

Moshtagh:
Gott verlangt von seinem Propheten Abraham etwas, was dieser eigentlich nicht vollbringen kann. Er hat nun erst mal einen einzigen Sohn - wir Muslime glauben, dass es sich um Ismael handelt - und den soll er opfern. Ihn, den Träger seiner Nachkommenschaft (Isaak war da noch nicht geboren). Er soll also das hergeben, was ihm am wichtigsten geworden ist. Abraham gehorcht - und das ist das Besondere an dieser Geschichte.
Er spricht auch mit seinem Sohn darüber und der sagt: Tu, was Gott dir geboten hat. Auch er ergibt sich dem Befehl Gottes und ist bereit, sein Leben zu geben. Das ist eine Prüfung; letztlich zeigt diese Geschichte, dass Gott kein Menschenopfer will (Koran, 37: 101f).

Wesentlich an dieser Geschichte ist, dass Abraham als der archetypische Muslim erscheint, der Gott absolut ergeben ist, sich Gott hingibt. Durch sein Tun wird er mir ein Vorbild. Er ist das Beispiel für Gottergebenheit, was ja nichts anderes als Muslim-sein bedeutet.

Ist das im Islam der zentrale Aspekt des Verhältnisses zu Gott: Ihm durch Gehorsam ergeben sein?
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Michaela Hillmeier: Mit fremden Augen sehen

Multireligiöse Stadtrallye und Workshops

Die Landeshauptstadt München hat eine Ausländer/innenanteil von 25 Prozent, 35 Prozent der Münchner/innen haben Migrationshintergrund. Neben dem Christentum (evangelische, katholische sowie christlich-orthodoxe Gemeinden und Freikirchen) ist der Islam die zweitstärkste Religion der Stadt, geteilt in sunnitischen und schiitischen Gemeinden; daneben gibt es Menschen mit jüdischem, buddhistischen, hinduistischen Glauben, Aleviten/innen, Jesiden/innen, Anhänger/innen von koptischen Kirchen, Shintoismus und verschiedensten Naturreligionen, um nur einige weitere zu nennen. Kurzum: es gibt eine Vielfalt von Religionsgemeinschaften und religiösen Strömungen sowie Glaubensrichtungen in der Stadt.  

Aber wie spiegelt sich nun diese religiöse Vielfalt nun im Alltag wider? Wo sind Spuren der Religionen bzw. der Religiosität in der Stadt zu finden?Ausgehend von diesen Fragen entstand im Rahmen des Projekts Fit für Vielfalt (www.fit-für-vielfalt.de) die Idee, für die 850-Jahr-Feier der Stadt mit Partnern/innen aus Religionsgemeinschaften und Integrationsarbeit ein Projekt zu entwickelt.Zur Umsetzung der Idee „Interreligiöse Stadtführung“ sollte eine Gruppe von Jugendlichen zur Stadtführerin/ zum Stadtführer qualifiziert werden und im Verlauf dieser Qualifizierung gemeinsam ein Konzept für die „interreligiöse Stadtführung“ entwickelt werden.Von der Idee zur StadtrallyeAus dem Projektnetzwerk von Fit für Vielfalt fand sich schnell eine Gruppe von interessierten Jugendlichen. Jedoch wurde bereits nach dem zweiten Treffen deutlich, dass es nicht möglich sein wird eine „echte“ Stadtführung zu entwickeln und die Jugendlichen dafür zu qualifizieren. Das größte Problem war der zeitliche Aufwand, der damit verbunden gewesen wäre. Die Jugendlichen sind im schulischen Kontext so stark eingebunden, so dass keine Möglichkeit bestand, regelmäßige wöchentliche Treffen bzw. Weiterbildungstermine zu finden.Da aber die Jugendlichen sehr großes Interesse an dem Thema hatten und die Stadtführungen bereits im Programm angekündigt waren, musste eine rasche Lösung gefunden werden. Aus der Not entstand die Idee eine Stadtrallye zu entwickeln, was sich im Nachhinein als viel spannender und besser geeignet herausstellte.Für die Umsetzung war gemeinsam mit den Jugendlichen ein möglicher zeitlicher Rahmen von fünf  Tagen (9 – 17 Uhr)  gesteckt worden. Man einigte sich darauf, an zwei Wochenenden (Freitagnachmittag bis Sonntagmittag) in Form von Workshops zu arbeiten und machte auch gemeinsam mit den Jugendlichen die Termine fest. Für die Workshops wurde ein eigenes Konzept entwickelt, welches nach der ersten Durchführung noch etwas angepasst und etwas variabler gestaltet wurde. Daraus hat sich das Angebot „Mit fremden Augen sehen – wie multireligiös ist mein Stadtviertel?“ entwickelt. Dabei wird gemeinsam mit Schulklassen oder Gruppen eine Stadtrallye in ihrem Viertel, im Viertel ihrer Schule erarbeitet. I. Die Stadtrallye - Grundgedanke und Ablauf ........

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Autorinnen und Autoren

  • Dr. Martin Affolderbach, Hannover
    Oberkirchenrat, Referent im Kirchenamt der EKD
  • Dr. Haringke Fugmann, Nürnberg
    Pfarrer
  • Dr. Dr. Karl Gabriel, Münster
    Professor, Universität Münster, Institut für Christliche Sozialwissenschaften
  • Hans Martin Gloël, Nürnberg
    Pfarrer im Begegnungszentrum für Christen und Muslime Brücke-Köprü
  • Michaela Hillmeier, München
    Projektleiterin bei VIA Bayern, Verband für interkulturelle Arbeit e.V.
  • Dr. Klaus-Peter Jörns, Berg
    Professor, bis 1999 Humboldt-Universität zu Berlin, Praktische Theologie
  • Dr. Felix Körner SJ, Frankfurt
    Philosophisch-Theologische Hochschule St. Georgen
  • Katrin Kuhla, München
    Mitarbeiterin bei VIA Bayern, Verband für interkulturelle Arbeit e.V.
  • Dr. Johannes Lähnemann, Nürnberg
    Professor der Theologie an der Erziehungswissenschaftl. Fakultät der Universität Erlangen Nürnberg
  • Hamideh Mohagheghi, Hannover
    Juristin und islamische Theologin, Vorsitzende der Muslimischen Akademie in Deutschland und Lehrbeauftragte für die Religion des Islam an der Universität Paderborn
  • Ronald Pokoyski M.A., Jena
    Wissenschaftl. Mitarbeiter der Friedrich-Schiller Universität
  • Dr. Peter Sandmeyer, Hamburg
    Journalist
  • Ayla Satilmis, Bremen
    Diplompolitologin, wissenschaftl. Mitarbeiterin an der Universität Bremen, Institut für Religionswissenschaft/-pädagogik
  • Dr. theol, Dr. phil. Thomas Schirrmacher, Bonn
    Professor, Rektor, Martin Bucer Seminar (Bonn, Zürich, Innsbruck, Prag, Istanbul), Direktor, Internationales Institut für Religionsfreiheit (Bonn, Kapstadt, Colombo)
  • Christine Tröger, München
    Diplomsozialpädagogin, Evang. Jugend München

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